KIRCHKIMMEN - „Nachhaltigkeit als ethische Herausforderung für mittelständische Unternehmen“ – unter diesem Titel hatte Arno Leggewie, Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung der Unternehmenskultur, die Unternehmer aus der hiesigen Region zu einem Vortragsabend eingeladen. In seinem Kimmer Bauernhaus (Im Dorf 4) konnte Leggewie jetzt 50 Gäste begrüßen. Professor Dr. Reinhard Pfriem von der Universität Oldenburg referierte. Pfriem ist Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Unternehmensführung und Betriebliche Umweltpolitik.
Reinhard Pfriem behauptet, dass Nachhaltigkeit in mittelständischen Unternehmen möglich ist. „Wirtschaftliche Sachzwänge gibt es nicht“, so der Referent. „Jedes Unternehmen hat Handlungsmöglichkeiten“. Pfriem wies seine Zuhörer auf die ökologischen Unternehmerverbände „B.A.U.M.“ und „future“ hin. Diese Organisationen vermitteln Experten, wenn es um Umweltfragen in Betrieben geht.
Pfriem blickte zurück auf den großen Umweltgipfel von Rio de Janeiro im Jahr 1992. Dort hatten 179 Staaten die Agenda 21 unterzeichnet, deren Grundanliegen eine „Nachhaltige Entwicklung“ ist. Reinhard Pfriem weiß, dass „wir uns die Zuversicht, dass es erst ernst wird in Zukünften, mit denen wir und unsere Kinder nichts mehr zu tun haben, nicht länger leisten können“.
„Ein Prozent finanzieller Einsatz heute verhindert zehn Prozent der ökologischen Folgeschäden in den nächsten Jahrzehnten“, ist sich der Hochschullehrer sicher. Als Beispiele nannte er Niedrigenergiehäuser, Windkraft und Solarenergie. Ein Schritt in die richtige Richtung würde auch den ökonomischen Erfolg bringen.
Gastgeber Arno Leggewie unterstrich, dass jeder in seinem Umfeld ökologisch handeln müsse. Die Achtung der Umwelt gehört übrigens auch zu den zehn Thesen der „korrekten Unternehmer“, mit denen Grundsätze wie Fairness und Korrektheit in Unternehmen umgesetzt werden sollen (die NWZ berichtete).
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