Kirchseelte - Im Rahmen ihrer Gesprächsreihe „SPD vor Ort“ hatte die SPD zu einem Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Axel Brammer ins Dreimädelhaus in Kirchseelte eingeladen. Der kürzlich verstorbene Reinhard Rambusch hatte angeregt, mit Kirchseelter Bürgern über die Probleme des Sandabbaus zu sprechen.

Axel Brammer hatte sich schon vor einigen Jahren mit Reinhard Rambusch und dem ehemaligen Bürgermeister Walter Raem die Sandabbauflächen angesehen.

Beim Sandabbau bestehe die Schwierigkeit, dass nicht genug Boden zu bekommen sei, um die abgebauten Flächen wieder aufzufüllen und dann aufzuforsten. Bei älteren Gebieten haben sich einzelne Flächen zu Biotopen mit geschützten Tieren und Pflanzen entwickelt, so dass die Naturschutzbehörde hier nicht mehr verfüllen lassen möchte. Ein Problem dabei sei nur, dass gefährliche Steilkanten vorhanden seien, die ein Absperren nötig machten. Dabei sollten diese Flächen der Öffentlichkeit als Erholungsflächen zugänglich sein, weil es ein Betretungsrecht gebe. Das sei früher nicht immer beachtet worden.

Zu bedauern sei, dass die Informationen über Genehmigungen von Sandabbau vom Landkreis nicht an die Mitgliedsgemeinden gemeldet würden. Bürgermeister Klaus Stark findet das ärgerlich und befremdlich, denn Staub und Lärm treffen die Gemeinde erheblich, während die Steuereinnahmen an die Gemeinden der Unternehmen fließen.

An einen interessanten alten Vorschlag erinnerte ein Bürger: Die Gemeindeverbindungsstraße von Kirchseelte nach Groß Ippener, die teilweise wie ein Deich durch die Landschaft führt, könnte so tief gelegt werden wie die abgebauten Flächen und dabei begradigt werden. Der beim Abbau stehen gebliebene Sand würde viel Geld einbringen.

Ärger gibt es in Kirchseelte auch mit den Müllfahrzeugen. Weil diese aus Sicherheitsgründen in engen Straßen ohne Wendemöglichkeit nicht mehr rückwärts fahren dürfen, müssen Anlieger ihre Tonnen bis zu hundert Meter an bestimmte Stellen schieben. Auch hier fehle eine Abstimmung vom Landkreis mit der Gemeinde, die wegen besserer Ortskenntnis einen anderen Platz bevorzugt hätte.

Als letzten Punkt sprach Klaus Stark das Thema der L 338 an. Aus Denkmalschutzgründen soll sie nicht asphaltiert, aber grundlegend neu gepflastert werden. Axel Brammer versprach, sich nach dem Sachstand zu erkundigen.

Der SPD-Vorsitzende Daniel Helms dankte Axel Brammer für seine gründliche Vorbereitung und den Anwesenden für die lebhafte und sachliche Diskussion.