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„Kläranlage schränkt das Wohnen im Umfeld ein“

Betrifft:

Baubeginn bei Geestland (NWZ -Bericht am 26. Februar)

Nach Aussagen des Zeitungsartikels ist der Bürgermeister stolz, dass die PHW Gruppe Wildeshausen als neuen Standort für die größte Putenschlachterei Europas gewählt hat. Zitat aus der Zeitung: „Einige Gegner sollten besser die Kirche in dem Dorf lassen.“

Dieses können wir so nicht im Raum stehen lassen, denn grundsätzlich sind wir nicht gegen die Schlachterei, sondern nur gegen den Standort der Kläranlage, da diese erheblich das Wohnen im Umkreis von einigen hundert Metern einschränkt.

Die Bebauung mit Betriebsleiterwohnungen sind seinerzeit ordnungsgemäß vom Landkreis genehmigt worden. Jetzt wird die besagte Kläranlage in einem Abstand von 75 m neben einem Betriebsleiterwohnhaus errichtet. Wenn beim Bürgermeister an seinem Wohnhaus eine Kläranlage errichtet werden würde, hätte er dann sicherlich nicht so reagiert wie beim Spatenstich des Neubaus der Schlachterei.

Weiterhin wird in dem Bericht erwähnt, dass wir auch in Wildeshausen Jobs auf Niedriglohnniveau benötigen, wobei die ganze Nation zurzeit seit Monaten über Mindestlöhne spricht, in der besagten Schlachterei Löhne unter 5 Euro gezahlt werden. Alle anderen Gewerbetreibenden im Gewerbegebiet zahlen Mindestlöhne und keine Niedriglöhne.

(...) Es wird immer in allen Berichten von 100 Arbeitsplätzen, im Vorfeld sogar von 250 Arbeitsplätzen, die neu geschaffen werden, gesprochen. Dass in Steinfeld (Landkreis Vechta) jedoch dafür über 200 Arbeitsplätze wegfallen, davon ist nirgendwo die Rede. (...)

Weiterhin lässt der bauliche Zustand der Düngstruper Straße, die ursprünglich als Verbindungsstraße von Wildeshausen nach Düngstrup gebaut wurde, keinen weiteren Schwerlasttransport mehr zu.


Allein nur für Geestland sollen 140 Lkw diese Straße täglich benutzen. Die Straße ist schon jetzt in einem unhaltbaren Zustand und für alle Gewerbetreibenden eine Zumutung.

Ob überhaupt in Wildeshausen Gewerbesteuern von dieser Schlachterei gezahlt werden, ist fraglich, da der Konzern seinen Sitz in Rechterfeld (Landkreis Vechta) hat und dort wahrscheinlich einen Konzernabschluss tätigt.

Wir halten es für Wildeshausen nicht sehr dienlich, einen Konzern mit der größten Putenschlachterei Europas nach Wildeshausen zu holen und dafür den Luftkurort Wildeshausen aufzugeben.

Claus-Dieter Schmidt

IG Düngstruper Straße

27793 Wildeshausen

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