KLEEFELD - Erneut waren Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Niedersachsen in der Gemeinde Edewecht im Einsatz: Am Montag zündeten sie auf einem Feld an der Kleefelder Alpenrosenstraße gezielt eine Sprenggranate, wie sie britische Infanterietruppen während des Zweiten Weltkrieges einsetzten. Bei Drainagearbeiten auf einem Gelände einer Baumschule war die Weltkriegsmunition vergangene Woche gefunden worden.
Bei der Kleefelder Sprenggranate handelt es sich um das gleiche Kaliber wie bei jener Sprenggranate, die vor eineinhalb Wochen im benachbarten Jeddeloh I bei Erdarbeiten auf einem Baumschulgelände an der Oldenburger Straße aufgetaucht war. „Rund 40 Zentimeter lang und etwa zehn Zentimeter dick sind diese Granaten. Sie beinhalten Sprengmittel, die eine vergleichbare Sprengkraft von 900 Gramm TNT haben“, erläuterte Sprengmeister Gerd Schellenberg. Bei einem Angriff mit solcher Munition auf ein Haus würden alle sich im Gebäude aufhaltenden Menschen getötet und das Haus stark beschädigt.
Das gezielte Zünden der Sprenggranate, die in ein Erdloch gelegt, mit Erde und einer Splitterdecke abgedeckt wurde, verlief auch diesmal reibungslos. Während der Sprengung wurde für wenige Minuten die Alpenrosenstraße für den Verkehr voll gesperrt.
