KLEIBROK - Der Tag auf dem Bauernhof macht Spaß. Die „Jung-Landwirte“ fahren Trecker und füttern Kühe.

von wolfgang müller

KLEIBROK - Ein Konvoi von fünf Treckern rollt auf den Hof, aus den Führerkabinen steigen fröhliche Kinder heraus. „Das war gut“, sagt der achtjährige Phil, „ich durfte auch selber fahren, auf der Wiese hin und her und einen Hügel hinauf.“ An der Ferienpass-Aktion auf dem Hof von Detlef Helmers am Logenmoorsdamm war er einen Vormittag lang „Jung-Landwirt“ und denkt sogar daran, später selbst einmal Bauer zu werden: „Wegen des Treckerfahrens und weil die Schweine so schön stinken“. Erfahrung auf dem Hof hat er übrigens schon: Sein Onkel ist Landwirt in Loy, es ist „Bauer Herbert“, berühmt geworden durch die Serie „Bauer sucht Frau“.

35 Kinder hatte Detlef Helmers gestern Vormittag zu Gast auf seinem Hof, um die Mädchen und Jungen kümmerten sich auch andere Landwirte des „AEK“ (Agrarentwicklungs-Konzept“).

Die Kinder sahen beim Melken zu, einige trauten sich auch, selbst an den Euter zu greifen. Sie fütterten Kälber und erfuhren Wissenswertes rund ums Rind: Dass beispielsweise für einen Liter Milch 50 Liter Blut durch das Euter gepumpt werden („Bei der Hitze eine Hochleistung“), und dass eine Kuh am Tag 100 bis 140 Liter Wasser trinkt. Deswegen sind die Tiere in der jetzigen Sommerhitze tagsüber auch im Stall und nicht auf der Weide, „wo es doch Wasserprobleme gibt“. Schließlich erfuhren die Kinder auch, wie Mais angebaut wird. Eigens für die Mädchen und Jungen war auch eine Strohburg aufgebaut worden. Ellen Padeken, die auf dem Hof ein „Melkhus“ betreibt, servierte den Kindern abschließend Leckeres aus dem Kühlschrank.