Großenkneten - Zum 24. Mal holt die Großenkneter Gruppe für Tschernobyl-Kinder 20 Kinder mit zwei Betreuerinnen zu einem Ferienaufenthalt in die Gemeinde. Sie werden am 20. Juli in der Gemeinde eintreffen und dann in Gastfamilien untergebracht. Bis zum 12. August bleiben sie und erleben ein vielfältiges Programm.
„Die Havarie des Atomkraftwerkes 1986 ist schon viele Jahre her, aber die Auswirkungen, besonders in Weißrussland, wirken bis heute und auch in die Zukunft fort“, so Sigrid Nolte von der Kneter Gruppe. Die Kinder seien nicht krank, aber das Immunsystem sei bei vielen geschwächt. „Sie bekommen durch den Aufenthalt in unserem Land eine Stärkung für viele Monate“, so Nolte. Die schwere wirtschaftliche Situation in dem Land mache das Leben dort schwierig.
Die Kneter Gruppe legt Wert darauf, Kinder aus ärmeren Familien einzuladen, für die das Leben oft nicht einfach sei. „Sie sollen hier Spaß haben und sich erholen“, so der Anspruch der Organisatoren. Die schönen Erinnerungen würden die Kinder oft bis in die Erwachsenenzeit bewahren, „wie wir immer wieder erfahren, wenn wir vor Ort sind oder einen Brief bekommen“, so Nolte.
Da die Mädchen und Jungen nach der Erfahrung der Gastgeber oft sehr spärlich ausgerüstet in Deutschland ankommen, bietet die Tschernobyl-Gruppe am 21. Juli eine Kleiderkammer an. Hierfür bittet sie die Bevölkerung um Kleider- und Schuhspenden für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren Jahren. Darunter darf gerne auch Winterkleidung sein.
Kontakt: Sigrid Nolte,
