KLEIN KöHREN - Rund 100 Mitglieder des Schützenvereins Groß und Klein Köhren sowie Bürgerinnen und Bürger, darunter auch Bürgermeister Heinz Nienaber, hielten ihre mit Hochprozentigem gefüllten Gläser empor, um auf das Richtfest bei der Schützenhallenerweiterung in Klein Köhren anzustoßen. Kein anderer als der amtierende Schützenkönig und zugleich Bauleiter, Zimmerermeister Franz Zawodny, hatte sich auf den Dachfirst begeben, um die Richtkrone fachmännisch anzubringen und den Richtspruch zu sprechen: „Der Bau ist erstellt, aus Holz, Beton“, sagte er und verwies auf die flotte und gut verrichtete Arbeit, um Bürgern und Schützen Entspannung in dem künftig als Schützenhalle und Dorfgemeinschaftshaus genutzten Neubau zu bieten.
Fast im Verborgenen hatten viele Vereinshelfer unter Leitung von Zawodny in dessen Betrieb an den Wochenenden gewerkelt, um die Wände, Balken und Dachkonstruktion vorzubereiten. Vor Ort wurde zuletzt alles auf einer Grundfläche von 13,8 mal 18 Metern aufgestellt. Nur der erste Teil, denn bis Oktober soll auch die alte Schützenhausanlage vollends unterm neuen Dach verschwunden sein. Dies alles auf einer Grundfläche von 13,8 mal 36 Metern. Die Investitionskosten werden sich um die 250 000 Euro bewegen. Das sehen jedenfalls die Kostenschätzungen vor. Bezuschusst wird das Vorhaben durch die laufende Dorferneuerung.
Vorsitzender Manfred Sander hielt mit seiner Freude übers Richtfest nicht hinterm Berg. „Für mich ist der Bau etwas Besonderes, wenn man sieht, was hier in kurzer Zeit geschaffen worden ist. Gemeinsam sind wir stark.“
„Was diese Woche hier auf die Beine gestellt worden ist, ist beachtlich“, sagte auch Bürgermeister Heinz Nienaber. Er selber habe zwar nur zu denen gehört, die einfach einmal geschaut haben, was der Neubau mache, aber er sei ebenso beeindruckt von dem Geleisteten wie die Vereinsmitglieder und Bürger selber. „Wir feiern hier das erste Richtfest dieses neuen Jahres in der Gemeinde, verbunden mit der Vorfreude auf die Einweihung noch im Herbst“, blickte Nienaber voraus.
Für musikalische Begleitung sorgte der Spielmannszug des Schützenvereins. In der alten Schützenhalle warteten Freibier, Kaffee und Kuchen. Die Richtkrone hatten Gisela Zawodny, Gerda Lüllmann, Annelies Wesemann und Christa Sander gebunden.
An den kommenden Freitagen und Sonnabenden soll es im Betrieb Zawodny mit Hochdruck an die Fertigstellung der Rohkonstruktion für den zweiten Bauabschnitt gehen. „Das Gute ist, dass wir jetzt zweigleisig fahren können“, sagte Zawodny. Während die zweite Hallenkonstruktion bei ihm in der Halle entsteht, wird im bereits aufgebauten Saalkomplex mit dem Innenausbau begonnen.
