Ganderkesee - Für die Mitarbeiter der EWE sind es jeden Monat nur ein paar Cent – für die soziale Arbeit in der Region sind es Jahr für Jahr rund 20 000 Euro. Ein kleiner Verlust für den Einzelnen ergibt so einen großen Gewinn für die Allgemeinheit, seit vor mehr als zehn Jahren der Betriebsrat des Oldenburger Energie- und Telekommunikations-Konzerns die Angestellten davon überzeugt hat, auf die Cent-Beträge hinter dem Komma ihres Nettogehalts zu verzichten. Dieses Geld wird seitdem regelmäßig für gemeinnützige Zwecke gespendet.
Davon profitiert nun auch die Bürgerstiftung Ganderkesee: Einen Scheck über 2000 Euro überreichte am Donnerstag Annette Sahler vom Betriebsrat der EWE-Netz- und Geschäftsregion Cuxhaven/Delmenhorst an die Vorstandsmitglieder der Bürgerstiftung, Klaus Fuchs und Marc Möller. Mit Blick auf die aktuelle Flüchtlingswelle wolle das Unternehmen speziell die sprachliche Bildung der Neuankömmlinge fördern, erklärte Dierk Schwarting, Leiter der EWE-Bezirksmeisterei Delmenhorst.
Dafür ist die Bürgerstiftung Ganderkesee die richtige Adresse, denn sie hat die Integration von Flüchtlingen durch Bildung zu einer ihrer zentralen Aufgaben gemacht. Im vergangenen Herbst wurde schon ein Sprachcamp – nicht nur für Flüchtlingskinder – im Regionalen Umweltzentrum (RUZ) Hollen unterstützt. Die jetzige Spende der EWE solle für ein einwöchiges Zirkusprojekt, vermutlich im Rahmen der Ganderkeseer Ferienpassaktion, verwendet werden, das ebenfalls vorrangig der Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit dienen werde, teilte Klaus Fuchs mit. Zugleich sei das Projekt mit einem Clown gut geeignet als Angebot für Flüchtlingskinder, weil viele von ihnen durch die Kriegs- und Fluchterlebnisse traumatisiert seien. Ein Termin steht bislang noch nicht fest.
