• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Kleine Textilgeschäfte haben zu kämpfen

19.02.2014

Köln /Oldenburg In Deutschland müssen immer mehr kleine Modehäuser und Boutiquen schließen. Hintergrund ist die zunehmende Konkurrenz durch große Modeketten und den Onlinehandel, wie der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) am Dienstag in Köln berichtete.

Seit der Jahrtausendwende sei die Zahl der Bekleidungsfachhändler jährlich um rund 1000 Unternehmen gesunken. Während es im Jahr 2000 noch mehr als 35 000 Textilhändler in Deutschland gab, sei diese Zahl aktuell auf nur noch 20 000 gesunken, berichtete BTE-Präsident Steffen Jost.

„Online boomt, während dem mittelständischen Einzelhandel ja schon fast das Sterbeglöckchen geläutet wird. Tatsächlich ist der Onlinehandel derzeit sicherlich der größte Gewinner im Wettbewerb“, sagte Jost.

Von einem Gesamtumsatz in Deutschland mit Textilien und Bekleidung von knapp 60 Milliarden Euro entfiel nach Berechnungen des Verbands im vergangenen Jahr nur noch etwa die Hälfte auf den Bekleidungsfachhandel. Steigende Umsätze mit einem Plus von rund 20 Prozent konnten dagegen die Online-Shops verzeichnen, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund acht Milliarden Euro erzielten. Während Modeketten beim Umsatz im vergangenen Jahr vor allem durch Neueröffnungen ihre Umsätze leicht steigern konnten, lag das Minus bei mittelständischen Boutiquen und Modehäusern bei zwei bis drei Prozent.

Der Niedergang kleiner Geschäfte sei „nicht unvermeidbar“, meinte der Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes Einzelhandel Nordwest (Oldenburg), Rolf Knetemann, auf Anfrage. Dies sei unter anderem eine Standortfrage: Je größer die gesamte Einzelhandelslandschaft in der Umgebung, desto eher sei auch in den einzelnen Geschäften etwas los. Knetemann riet stationären Händlern, das Einkaufen zum „lohnenswerten Erlebnis“ zu machen“.

Es reiche nicht, einfach nur ein Geschäft zu betreiben und Ware anzubieten. Jeder müsse sich überlegen, welche Klaviatur er spielen wolle – und dann ein „besonders gutes Erlebnispaket“ schnüren, Motivation und Emotion beim Kunden ansprechen. Das mache ein gutes Fachgeschäft aus. Immer wichtiger werde Nachhaltigkeit, ergänzte Knetemann.

Weitere Nachrichten:

BTE | Einzelhandel Nordwest

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.