Bremen/Im Nordwesten - Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Metropolregion Bremen-Oldenburg werden nach Einschätzung des Projektes „nordwest2050“ zunehmen. Risiken bestünden vor allem im Küsten- und Naturschutz sowie in der Hafenwirtschaft, teilten Vertreter im Rahmen der Abschlusskonferenz in Bremen am Montag mit. Der Bremer Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne) regte in diesem Zusammenhang „Steueranpassungen“ an, um die Herausforderungen finanziell zu stemmen.
Das von der Bundesregierung geförderte Netzwerk erarbeitet seit 2009 Vorschläge, um Schäden zu vermeiden und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.
„Wir brauchen die Anstrengungen im Klimaschutz, und wir müssen uns darauf einstellen, dass wir uns anpassen müssen an Klimaveränderungen“, sagte Bremens Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne). Nach seinen Worten wird alleine das Land Bremen bis zum Jahre 2025 insgesamt 240 Millionen Euro in ein Programm zum Küstenschutz investieren.
Die Ökosysteme der Region seien bereits unter Druck, sagte der wissenschaftliche Sprecher von „nordwest2050“, Prof. Arnim von Gleich. Zusätzlicher Druck durch den Klimawandel könne sie gefährden. Ziel sei es, Systeme möglichst widerstandsfähig zu machen. Dazu habe das Netzwerk eine Reihe von Projekten angestoßen. So seien erste Versuche mit Pflanzen gemacht worden, die besser mit extremen Wetterlagen umgehen könnten. Eine Annahme der Klimaexperten ist, dass Starkregen, Hitze und Stürme künftig häufiger auftreten.
Prof. Klaus Fichter von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg betonte mit Verweis auf eine repräsentative Umfrage des Netzwerks, dass die wirtschaftliche Bedeutung des Klimawandels in der Region steige. Dies habe für Unternehmen auch Vorteile. „Innovative Produkte und Dienstleistungen sind eine ganz große Chance, sich in der Region zu positionieren.“
Im Forschungsverbund „nordwest2050“ arbeiten die Universität Bremen, die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, die Hochschule Bremen, das Sustainability Center Bremen, die Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e. V. und das Gutachterbüro Bioconsult Schuchardt & Scholle mit verschiedenen Partnern unter anderem aus der Wirtschaft und Politik zusammen. Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Klimawandel in Regionen zukunftsfähig gestalten (KLIMZUG)“ vom Bundesforschungsministerium gefördert.
