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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Kliniken in Emstek und Löningen schließen

24.11.2012

Cloppenburg /Emstek /Löningen Um die finanzielle Schieflage bei dem Krankenhausverbund Katholische Kliniken Oldenburger Münsterland (KKOM) in den Griff zu bekommen, sollen zwei der vier Krankenhausstandorte aufgegeben werden. Das sieht ein Sanierungskonzept der Geschäftsführung vor. Die Häuser in Emstek (79 Betten) und Löningen (106 Betten) sollen demnach aufgegeben werden. Ein Teil des medizinischen Angebots soll nach Cloppenburg verlegt werden. Dies soll 150 betriebsbedingte Kündigungen für Vollzeitkräfte zur Folge haben.

Die Krankenhäuser Cloppenburg (229 Betten) und Vechta (305 Betten) blieben erhalten, erklärte der Geschäftsführer des Krankenhaus-Verbundes, Michael gr. Hackmann, am Freitag in Cloppenburg. Um das Cloppenburger Hospital zu stärken, soll ein Teil der Orthopädie-Abteilung aus dem St.-Antonius-Stift Emstek nach Cloppenburg umsiedeln.

Die Gesamtverbindlichkeiten des KKOM sollen sich auf 24 Millionen Euro belaufen. Alleine in diesem Jahr läuft demnach ein Defizit von mehr als zehn Millionen Euro auf. Die Insolvenz sei nur verhindert worden, weil Banken eine Zwischenfinanzierung zugesichert hatten. Die Zusagen der Banken für mittelfristige Finanzierungen sind allerdings an Bedingungen geknüpft.

So soll bis 2016 zweimal (das erste Mal in diesem Jahr) kein Weihnachtsgeld an die insgesamt 2300 Mitarbeiter der vier Einrichtungen gezahlt werden. Des Weiteren sollen die in zwei Stufen geplanten Lohnerhöhungen 2013 ausgesetzt werden.

Wirtschaftsprüfer haben der Geschäftsführung schwere Managementfehler attestiert. Konsequenzen aus dem finanziellen Desaster hatte am Mittwoch der Sprecher der Geschäftsführung, Helmut Themann, gezogen. Der Klinikchef bat um Auflösung seines Dienstverhältnisses.

Finanzielle Probleme plagen nicht nur die vier Krankenhäuser im Oldenburger Münsterland. Das Klinikum Delmenhorst hat in diesem Monat beim Verwaltungsausschuss der Stadt einen Liquiditätskredit beantragt. Die Frauenklinik war im September geschlossen worden. Das Klinikum Osnabrück hat einen zusätzlichen Liquiditätsbedarf von bis zu 28 Millionen Euro. Bei der Hospitalgesellschaft Jade-Weser mit Kliniken in Brake, Varel und Wilhelmshaven rechnet man für 2013 mit einer Mehrbelastung von drei Millionen Euro.

Norbert Wahn
Redakteur
Politikredaktion
Tel:
0441 9988 2097

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