KöLN - Wer Fisch gern als Wurst isst, Mango aus der Tüte und Salz aus der Kalahari-Wüste, der ist bei der „Anuga 2009“ genau richtig. Die weltgrößte Ernährungsmittelmesse, die an diesem Sonnabend fünf Tage lang neue Trends der rund 6500 Aussteller aus 97 beteiligten Ländern zeigt, stellt vor allem bequem zuzubereitende oder schon verzehrfertige Speisen und Snacks in den Mittelpunkt.

„Convenience ist der massive Treiber im Markt“, sagte die Geschäftsführerin des Ernährungsindustrie-Verbands BVE, Sabine Eichner Lisboa, am Freitag vor dem Start der weltgrößten Nahrungsmittelmesse in Köln. Convenience-Food mache das Kochen einfach, bequem, schnell – oder ganz überflüssig. Die vorverarbeiteten Speisen passten in eine Gesellschaft mit immer mehr Single-Haushalten und vielen berufstätigen Frauen.

Dagegen scheint der Appetit auf Bio-Lebensmittel vorerst gesättigt. Nachdem es 2008 noch einen Zuwachs von zehn Prozent auf 5,8 Milliarden Euro gab, schrumpfte der Umsatz im ersten Halbjahr 2009 um 4 Prozent. Derzeit entfallen 3,5 Prozent aller Ausgaben für Lebensmittel auf Bio-Produkte. Von einer Trendwende zu sprechen, sei aber noch zu früh, meint das Marktforschungsinstitut GfK.

www.anuga.de