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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Akuter Handlungsbedarf in Bremerhaven

09.08.2019

Köln /Bremerhaven Schwächelnde Wirtschaft, Abwanderung, marode Infrastruktur: Unter den 19 bundesweiten Problemgebieten befinden sich nach einer neuen Studie auch zwei norddeutsche Regionen. Betroffen sind neben Teilen des Ruhrgebiets und Ostdeutschlands auch die Region Bremerhaven/Cuxhaven/Wesermarsch und Schleswig-Holstein Ost, wie es in der am Donnerstag vorgelegten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW/Köln) heißt. Während westliche Regionen vor allem mit schwacher ökonomischer Entwicklung und schlechter Infrastruktur zu kämpfen hätten, machten den ostdeutschen Gebieten Abwanderung und ein hohes Durchschnittsalter der Bürger zu schaffen.

Für die Studie untersuchte das Institut, wie 96 von ihr zuvor definierte Regionen in Deutschland bei bestimmten Themen abschneiden. Dafür bewertete es die Gebiete nach Indikatoren wie etwa Arbeitslosenquote, Kaufkraft, Geburtenrate, Verschuldung oder Breitbandversorgung.

Beschränkt auf die wirtschaftliche Entwicklung im Norden, wofür die Forscher neben Arbeitslosigkeit, Kaufkraft und Überschuldung privater Haushalte auch das Bruttoinlandsprodukt berücksichtigten, schneidet neben Schleswig-Holstein Ost und Bremerhaven auch Bremen schlecht ab. Was die private Überschuldung angeht, ist Bremerhaven – mit den Kreisen Cuxhaven und Wesermarsch – sogar bundesweiter Spitzenreiter. Bremen und Schleswig-Holstein Ost erhalten wegen der hohen Arbeitslosenquote eine schlechte Bewertung. Schaut man nur auf die demografische Entwicklung im Norden, sieht die Studie auch Probleme im Emsland und Südniedersachsen.

Bundesweit wiesen die Forscher darauf hin, dass Strukturprobleme sich nicht allein in ländlichen Regionen oder Gegenden in den neuen Bundesländern konzentrierten. Fasst man alle Faktoren zusammen, stuft das Institut 19 Regionen als gefährdet ein und sieht hier „akuten Handlungsbedarf“.

Zu einer ähnlich skeptischen Einschätzung mit Blick auf Bremerhaven kam jetzt auch das Institut Prognos (Berlin) im „Zukunftsatlas 2019“. Unter den 401 untersuchten Städten und Landkreisen belegte die Stadt im Hinblick auf die Zukunftschancen nur Rang 383. Der Wesermarsch attestierten die Prognos-Forscher dagegen immerhin noch ausgeglichene Chancen und Risiken. Die besten Zukunftschancen im Weser-Ems-Gebiet bescheinigt Prognos den Städten Osnabrück und Oldenburg.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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