KöLN - KÖLN/DPA - Die Lebensmittelpreise in Deutschland bleiben zum Vorteil der Verbraucher unter Druck. Deutschlands zweitgrößter Lebensmittelhändler Rewe schließt neue Preisattacken der Discounter im laufenden Jahr nicht aus, wie Vorstandsmitglied Hans Schmitz in Köln sagte. Die Rewe-Gruppe wolle verstärkt die Themen Qualität und Genuss in den Vordergrund stellen. „Geiz ist ein Verlust an Lust und Genuss.“
Der Handelskonzern strebt für 2005 eine Doppelstrategie an: Im harten Wettbewerb mit Aldi, Lidl und Plus gehe die Rewe-Discounttochter Penny jetzt in die Offensive. In Deutschland würden 80 und im Ausland 120 neue Penny-Filialen eröffnet.
Zugleich treibt Rewe den Umbau der Supermarktsparte voran, die mit hohen Investitionen wieder zu einer „Lokomotive“ in der Genossenschaftsgruppe werden soll. Rund 500 Filialen der Marken HL, Otto Mess und Stüssgen werden auf das erfolgreiche Minimal-Konzept umgestellt. Rewe wolle mittelfristig zum führenden Supermarkt-Betreiber in Deutschland werden und damit Edeka überholen. Geplant ist die Eröffnung von fast 600 neuen Filialen, in Deutschland 350.
Rewe steigerte 2004 seinen Umsatz um 4,1 Prozent auf 40,8 Milliarden Euro. Wachstumsmotor war erneut das Ausland (plus 13 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro). Im deutschen Einzelhandel legte der Konzern um knapp ein Prozent auf 24,2 Milliarden Euro zu. Rewe Touristik (ITS, Jahn Reisen) baute ihre Position als Nummer drei im Markt mit einem Umsatzplus um 3,7 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro aus.
