Köln - Der Deutsche Mieterbund (DMB) hat den Missbrauch von Wohnungskündigungen wegen Eigenbedarfs kritisiert. Eine Nutzung als Zweit- oder Ferienwohnung sei nicht akzeptabel, sagte der scheidende DMB-Präsident Franz-Georg Rips am Mittwoch vor dem 68. Deutschen Mietertag vom 13. bis 15. Juni in Köln. Zudem meldeten immer mehr Wohnungsbesitzer Eigenbedarf an, um die Immobilie zu sanieren und anschließend gewinnbringend zu verkaufen, kritisierte DMB-Geschäftsführer Ulrich Ropertz.

Schätzungen zufolge gebe es in Deutschland etwa 80 000 Eigenbedarfskündigungen im Jahr. 2017 habe es zudem im Vergleich zum Vorjahr fünf Prozent mehr Eigenbedarfsprozesse gegeben.