Holzhausen - Wer hat nicht über die kalten Wintermonate Lust auf ein köstliches Spargelgericht, am liebsten mit der altbewährten Sauce Hollandaise, bekommen? Für alle Fans des Gemüses gibt es nun eine gute Nachricht: Die ersten Stängel dieses Jahres werden bereits geerntet – wegen des Sturms und des vielen Regens mit etwas Verspätung.
Und das nicht zu knapp: Über 300 Kilogramm ziehen die Erntehelfer vom Hof Mahlstedt aktuell täglich aus dem Boden – Tendenz steigend.
Nachdem am Mittwoch zunächst drei Mitarbeiter die ersten Stiche angesetzt haben, arbeiten nun bereits sechs Spargelstecher auf dem Feld in Holzhausen. In der kommenden Woche werden wieder drei neue Erntehelfer erwartet.
„Der Verkauf läuft bereits auf Hochtouren. Wir bieten unseren Spargel seit Freitag sowohl im Hofverkauf als auch auf den Märkten in der Umgebung an“, teilt der Verantwortliche Glenn Mahlstedt mit.
Das Spargelstechen ist harte Arbeit. Um 7.30 Uhr beginnt die Schicht für die Erntehelfer, die jeden Tag sechs bis sieben Stunden lang dafür sorgen, dass die beliebten Stangen den Weg aus der Erde finden, um später in den Kochtöpfen und auf den Tellern der regionalen Haushalte zu landen. Eine Stunde Mittagspause ist garantiert, um die körperliche Belastung in Grenzen zu halten.
Anders als bei vielen anderen Gemüsesorten wird die Spargelernte immer noch in Handarbeit erledigt. Die Spargelreihen werden mit einer speziellen Folie bedeckt, damit die Spargelknospen eine Temperatur von mindestens zehn Grad erreichen, wie ein Arbeiter erklärt. Sonst beginnen diese nämlich nicht zu wachsen. Die meisten Spargelköpfe schauen zur Erntezeit bereits aus der Erde heraus. Erfahrene Mitarbeiter finden sogar Stangen, die noch nicht aus der Erde gewachsen sind.
Die Nachfrage ist groß: Laut Bundeslandwirtschaftsministerium verzehrt jeder Deutsche pro Jahr durchschnittlich 1,5 Kilo Spargel.
