Harpstedt - Zur Gewässerschau waren die zuständigen Kommissionen an den vom Ochtumverband zu pflegenden Flüssen, Bächen und Gräben unterwegs.
Die zuständigen Schaukommissionen bescheinigten dem Verband einen guten Pflegezustand der Gewässer, so dass diese allesamt als „schaufrei“ eingestuft werden konnten.
Verbandsvorsteher Heiko Stubbemann und Verbandsgeschäftsführer Matthias Stöver wiesen im Rahmen der Gewässerschauen darauf hin, dass neben der Sicherstellung des ordnungsgemäßen Wasserabflusses auch die naturschutzfachlichen Belange eine hohe Bedeutung haben.
Dabei sind insbesondere die Zielsetzungen der EG- Wasserrahmenrichtlinie zu berücksichtigen, welche die Gewässer als Lebensraum für Pflanzen und Tiere in den Fokus stellt.
So werden zum Beispiel Röhrichtpflanzen am Ufersaum abschnittsweise stehen gelassen. Das fördert die Artenvielfalt, da dieser Bereich von etlichen „wassernahen“ Tierarten als Rückzugsraum genutzt wird.
Ein weiterer wichtiger Baustein zur Zielerreichung der EG-Wasserrahmenrichtlinie ist die Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit für Fische und wirbellose Tiere an den Gewässern. In diesem Zusammenhang freut sich der Verband besonders über die im vergangenen Sommer durchgeführte naturnahe Umgestaltung von 24 Sohlabstürzen entlang des Dünsener Baches in naturnahe Sohlgleiten.
Die Kosten für diese rund 360 000 Euro €teure Maßnahme werden zu etwa 90 Prozent aus Fördermitteln der Europäische Kommission und des Landes Niedersachsen getragen. Im Rahmen der Gewässerschau im Bereich der Samtgemeinde Harpstedt hat die Schaukommission auch einige der neuen Sohlgleiten in Augenschein genommen.
Die Kommission war sich darüber einig, dass der Ochtumverband mit der Umsetzung dieser Maßnahme eine tolle Arbeit geleistet habe und bedankte sich in diesem Zusammenhang auch bei den Mitarbeitern des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Hannover sowie beim Landesfischereiverband Weser – Ems für die Begleitung der Maßnahme.
