Oldenburg - Wie im Vorjahr schüttet der Oldenburger Versorger auch in 2015 für das Jahr 2014 eine Summe von 60 Millionen Euro an seine kommunalen Eigentümer aus. Eine entsprechende Vorlage wurde am Freitag von der EWE-Verbandsversammlung einstimmig angenommen.
Die Summe, die die einzelnen Kommunen erhalten, richtet sich nach der Beteiligung an EWE. So fließen der Stadt Oldenburg den Angaben zufolge knapp sieben Millionen Euro zu, während der Landkreis Wittmund etwa eine halbe Million Euro erhält.
Der EWE-Verband ist ein Zweckverband, dem 17 Landkreise und vier Städte zwischen Ems, Weser und Elbe angehören. In dem Verband bündeln die kommunalen Eigner an EWE ihre Interessen. Sie halten einen Anteil von 74 Prozent an dem Versorger. Die übrigen 26 Prozent liegen in den Händen des baden-württembergischen Energieversorgers EnBW.
Für Wirbel sorgte derweil am Freitag ein Bericht der „Wirtschaftswoche“. Das Magazin berichtete auf seiner Online-Seite, dass Gazprom Germania, die deutsche Tochter des russischen Gasriesen Gazprom, seinen 10,52 Prozent großen Anteil am Leipziger Gashändler Verbundnetz Gas AG (VNG) nun doch nicht – wie vor wenigen Tagen vereinbart – an EWE verkaufen wolle. Stattdessen habe der Gazprom-Aufsichtsrat am Donnerstag beschlossen, den Anteil zunächst selbst zu behalten und später an die städtische Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (LVV) veräußern zu wollen.
Gazprom Germania wollte dies am Freitag indes nicht bestätigen, wie ein Sprecher auf Anfrage dieser Zeitung mitteilte. Bei der LVV hieß es, dass es über einen Erwerb der Gazprom-Anteile an VNG „bei uns keine Gespräche gibt“.
Auch EWE selbst hatte sich zuvor überrascht über die Gerüchte gezeigt. „Wir gehen weiterhin davon aus, dass der mit Gazprom vereinbarte Erwerb der VNG-Anteile Bestand hat – uns liegt in dieser Sache von Gazprom keine anderslautende Information vor“, sagte ein EWE-Sprecher.
