MÜnchen - Die Grenzkontrollen in vier europäischen Staaten wegen des Flüchtlingszustroms haben die Wirtschaft einen Milliardenbetrag gekostet. Europas Wirtschaftsleistung habe sich um neun bis 15 Milliarden Euro im Jahr reduziert, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf eine Studie des Ifo-Instituts.
Die längeren Wartezeiten erhöhen die Transportkosten, verteuern dadurch die Waren und verringern den Handel. Sie halten auch Touristen vom Reisen ab und behindern die vielen Firmen, die ihre Produktion auf eine Lieferung von Teilen „just in time“ umgestellt haben. Seit Mitte 2015 haben Schweden, Frankreich, Deutschland und Österreich Ausnahmen vom Schengen-Abkommen beantragt, um Flüchtlinge an den Grenzen zu kontrollieren. Würden die Kontrollen auf alle 22 Schengen-Staaten ausgedehnt, beliefe sich der wirtschaftliche Schaden auf 27 bis 65 Milliarden Euro, hieß es weiter.
