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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Aufsichtsrat der EWE stellt sich heute neu auf

16.05.2017

Oldenburg Der Aufsichtsrat der EWE hat derzeit eine lange To-Do-Liste mit Themen. „Das letzte halbe Jahr war mehr als strapaziös“, sagt Stephan-Andreas Kaulvers, Chef des Kontrollgremiums des Oldenburger Energieunternehmens. Die fristlose Entlassung des Vorstandschefs Matthias Brückmann im Zuge der Spendenaffäre, aber auch Korruptionsvorwürfe gegen Mitarbeiter der Konzerntochter EWE Netz beschäftigten das Gremium.

Kaulvers’ Zeit als Vorsitzender des Aufsichtsrates läuft ab. Der frühere Vorstandschef der Bremer Landesbank, der am Montag seinen 61. Geburtstag feierte, wird an diesem Dienstag eine letzte kurze Sitzung leiten, dann seinen Posten bei der Hauptversammlung vorzeitig aufgeben. Mit Frank Mastiaux, Vorstandschef des Karlsruher Energieversorgers EnBW, und Peter Meiwald, Bundestagsabgeordneter der Grünen aus dem Ammerland, werden zwei weitere Mitglieder ihre Mandate zur Verfügung stellen – auch sie waren ursprünglich bis 2018 gewählt.

Lesen Sie hier ein Spezial zu den Skandalen bei der EWE

Grund für den vorzeitigen Rückzug und den Wechsel an der Aufsichtsratsspitze ist vor allem der Wunsch der kommunalen Anteilseigner, die zurzeit 84 Prozent der Anteile halten, dass sich ihre stärkere Rolle nach dem schrittweisen Rückzug des Minderheitsaktionärs EnBW auch im Aufsichtsrat widerspiegelt, wie Heiner Schönecke, Geschäftsführer des EWE-Verbandes, bereits im Januar sagte.

Die drei Neuen für das Kontrollgremium stehen schon fest. Auf seiner jüngsten Sitzung hat sich der Verbandsausschuss einstimmig für den Vorstandschef des Gelsenkirchener Versorgungsunternehmens Gelsenwasser, Henning Deters, den stellvertretenden Verbandsgeschäftsführer des Sparkassenverbandes Niedersachsen, Jürgen Löcke, sowie den stellvertretenden Aufsichtsratschef von EWE Netz, den Emsländer CDU-Landtagsabgeordneten Bernd-Carsten Hiebing, entschieden. Bei der Hauptversammlung an diesem Dienstag sollen sie gewählt werden.

Auch der Nachfolger von Kaulvers, der seit 2012 den Aufsichtsrat führt, ist schon auserkoren. Künftiger Aufsichtsratschef soll Bernhard Bramlage, ehemaliger Landrat des Kreises Leer, werden. Die konstituierende Sitzung des neuen Gremiums ist für den 31. Mai geplant.

Aufgaben für den Aufsichtsrat gibt es viele. Zu den größten Herausforderungen gehört eine kluge Besetzung der freien Vorstandsmandate. Neben Brückmann haben auch Personalvorstand Nikolaus Behr und Technikvorstandsfrau Ines Kolmsee EWE zuletzt verlassen.

Auch die Aufarbeitung der Korruptionsvorwürfe gegen EWE-Netz-Mitarbeiter wird den Aufsichtsrat weiter beschäftigen. „Die Aufklärung ist angeschoben“, sagt Kaulvers und betont: „Im Kern ist EWE ein gutes Unternehmen. Es muss auf eine Basis gestellt werden, dass solche Dinge nicht wieder passieren.“

Jörg Schürmeyer
Redakteur
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2041

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