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Konzept Gründungs-Labors bald direkt in bestehenden Firmen

Thorsten Kuchta
OLDENBURG - Der Preis für Oldenburgs Uni als eine der gründerfreundlichsten Hochschulen Deutschlands (

NWZ

  berichtete) soll – durch die damit verbundene Finanzspritze – die ohnehin anerkannt gute Gründerszene in der Stadt weiter vorantreiben. Das betrifft auch das Venture Lab, ein institutionalisiertes Testfeld für Hochschulabsolventen, das nach den ersten Anfängen in der Industriestraße im Jahr 2006 seit Januar 2010 im Technologie- und Gründerzentrum Oldenburg (TGO) untergebracht ist. Betrieben wird es von Stadt und Uni.

Dort arbeitet zurzeit nur ein Gründerteam an den Voraussetzungen zum Sprung in die Selbstständigkeit; es beschäftigt sich mit Computerspielen. Einer der Hintergründe: 2009 beanspruchte die Stadt die Räume in der Industriestraße für sich, die sie dem Venture Lab zuvor kostenlos zur Verfügung gestellt hatte. Durch den Umzug ins TGO fielen für die Gründer in spe nun Mietkosten an. Das begrenzte nicht nur das Budget mancher Gründungswilliger, sondern auch die Platzmöglichkeiten.

Nun soll dem Venture Lab ein weiteres Projekt an die Seite gestellt werden, teilte am Donnerstag Christian Horneber mit. Der wissenschaftliche Mitarbeiter der Stiftungsprofessur Entrepreneurship an der Uni Oldenburg kündigte an, dass sich neben den Labors im TGO unternehmensnähere Perspektiven für gründungswillige Studierende auftun sollen.

Mit dem Projekt „Acoin“ sollen die künftigen Unternehmer, die sich nach bisheriger Planung im Venture Lab entwickeln sollten, mit ihren Vorhaben auch direkt bei Unternehmen Raum finden. Horneber: „Das kann für neue Ideen und frischen Wind in den teilnehmenden Unternehmen in der Region sorgen.“ Andererseits könnten Unternehmen junge Akademiker auch direkt mit der Verwirklichung von Ideen betrauen, „die dort nicht unbedingt zum Kerngeschäft gehören und deshalb oft lange in der Schublade liegen“.

Die geplante Zentrale Anlaufstelle für Gründungswillige (GIZ) soll direkt beim Uni-Präsidium angesiedelt werden. In allen Fachbereichen und Fakultäten wurden bereits Mitarbeiter gefunden, die Gründungspotenziale ausloten sollen.

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