Essen - 18 Rabenkrähen waren „die Strecke“ bei der diesjährigen revierübergreifenden Krähenjagd des Essener Hegerings (Landkreis Cloppenburg), zu der Gerd Bröring eingeladen hatte. Die „letzte Ehre“ erwiesen gegen 10 Uhr Jagdhornbläser unter der Regie von Heiner Hoppe den erlegten Kreaturen auf dem etwa 600 Jahre alten Hof Henry Große Macke in Uptloh mit dem Signal „Flugwild tot“.

Danach nutzten die etwa 50 Jagdteilnehmer die Chance, sich in das im früheren Pferdestall des Hofs eingerichtete und wohlig beheizte Jagdzimmer zu begeben. Dort wärmten sie sich auf, tauschten Erfahrungen aus und stärkten sich ausgiebig. Bei dem bis um etwa 11.30 Uhr dauernden gemeinsamen Beverner Frühstück waren auch der frühere Hegeringleiter Bernd Coldhoff und drei Waidfrauen dabei. Zum „Jagdkönig des Tages“ wurde Stefan Rolfes erkoren. Der junge Gastjäger aus Vechta hatte fünf Rabenkrähen erlegt.

Von 6.30 Uhr bis um 9.30 Uhr hatten die Jagdteilnehmer bei klarem Wetter und etwa minus drei Grad in den 21 Revieren in der Gemeinde angesessen. Dabei hatten sie versucht, die Rabenkrähen zu überlisten. Das gelang aber nur wenigen Jägern, denn die Krähen erwiesen sich wieder einmal als überaus schlaue und vorsichtige Tiere. „Ganz oben am Himmel sind viele Krähen geflogen und haben uns von dort beobachtet. Aber nur ganz wenige haben einigen von uns die Chance gegeben, sie zu erlegen. Daher ist unsere Strecke auch nicht allzu groß. Dennoch sind wir zufrieden“, so Bröring.

Rabenkrähen werden bejagt, weil sie sich sehr stark vermehren und aufgrund ihrer räuberischen Lebensart anderen Tierarten vom Singvogel bis zum Hasen stark zusetzen.