Hude - Viele Huder warten darauf, dass sie das Hallenbad wieder nutzen können. Seit Ende August 2014 ist das Bad gesperrt. Bei der Erneuerung der Decke waren Betonschäden entdeckt worden, die die Standsicherheit gefährdeten.
Jetzt, sechs Monate später, wird die komplette Erneuerung des Daches endlich in Angriff genommen.
Dass es so lange dauerte, hat mehrere Gründe, sagte Kämmerer Olaf Hespe auf Nachfrage. Zunächst seien sehr zeitaufwendige Untersuchungen und statische Berechnungen notwendig gewesen, wie die Dacherneuerung überhaupt zu bewerkstelligen sei. Zum anderen habe man die Arbeiten am Dach nicht im Winter bei ungünstiger Witterung starten wollen.
Welche Lasten bislang auf dem Dach des Bades lagen, wurde am Dienstag deutlich: Mit einem Schwerlastkran wurden Betonträger abgebaut. Die zwei größten Elemente waren jeweils fast 15 Tonnen schwer, wie Architekt Detlef Stigge berichtete. Mitarbeiter des Abbruchunternehmens Scheele und der Kranfirma Hüffermann demontierten die Teile.
„Wir werden das Dach jetzt deutlich entlasten“, erklärte Architekt Stigge zu der geplanten neuen Konstruktion aus Stahlträgergerüst, Trapezblechen, Dampfsperre, Dämmung und Bitumenbahn.
Vor allen Dingen sollen die verwendeten Materialien korrosionsgeschützter sein als das, was vor 40 Jahren verbaut wurde. In die alten Hohlkörper-Betondecken waren Chloride aus dem Badebetrieb eingedrungen. Als das im Zuge der eigentlich nur von innen geplanten Deckensanierung entdeckt wurde, schrillten alle Alarmglocken und es kam zu der Sperrung des Bades.
Der Gemeinde kommt die Dacherneuerung teuer zu stehen. Knapp 500 000 Euro zusätzliche Kosten sind veranschlagt. Hinzu kommen weitere rund 260 000 Euro, die für den Innenausbau (Akustikdecke, Beleuchtung, Belüftung usw.) in diesem Jahr ausgegeben werden. Diese Maßnahmen waren ursprünglich schon 2014 geplant gewesen, waren dann aber zunächst zurückgestellt worden.
