10 000 Patienten
Am St.-Josefs-Hospital
in Cloppenburg arbeiten derzeit rund 730 Mitarbeiter. Das Hospital ist ein Krankenhaus der Grundversorgung mit 230 Betten und rund 10 000 Patienten im Jahr. Langfristiges Ziel ist ein medizinischer und pflegerischer Ausbau auf bis zu 300 Betten. Es gibt Zusammenarbeiten mit Quakenbrück (Dialyse), Emstek (Küche/Anästhesie) und Vechta (Kinderklinik/Radiologie- und Strahlentherapie).Es werde nicht ohne Zusammenarbeit mit anderen Kliniken gehen. Das Gefäßzentrum sei führend in der Region.
Von Reiner Kramer
Cloppenburg Vehement zurückgewiesen hat am Dienstag der Pressesprecher des Cloppenburger St.-Josefs-Hospitals Meldungen über einen Abbau von Leistungen am Krankenhaus. Weder die Gynäkologie noch die Krankenhausküche werden geschlossen, trat Pressesprecher Klaus Esslinger entsprechenden Gerüchten entgegen.
Angesichts der geburtenstarken Region und des guten Rufs der Geburtshilfe sei eine Schließung der Gynäkologie nicht vorstellbar. Die Küche, die seit einigen Jahren privat betrieben wird, arbeite wirtschaftlich, sie beliefere auch das St.-Antonius-Stift in Emstek mit.
„Völlig haltlos“ sind laut Krankenhausführung auch die Anschuldigungen, nach denen vom Cloppenburger Krankenhaus Abteilungen und Patienten nach Vechta abwandern würden. Im Gegenteil: Die Onkologie wurde neu installiert und das Gefäßzentrum habe sich zum besten in der gesamten Region entwickelt, so der Pressesprecher gegenüber der NWZ .
Aufgekommen waren entsprechende Gerüchte vor dem Hintergrund der Wechsel von Chefarzt Dr. Hendrik Faust und Oberarzt Dr. Carsten Engelke an das Hans-Susemihl-Krankenhaus nach Emden. Diese Stellen in der Viszeralchirurgie werden laut Krankenhausleitung wieder angemessen besetzt.
Kritik am Kuratoriumsvorsitzenden Helmut Themann, den das Offizialat in Vechta – als Träger des Krankenhauses – vor zwei Jahren als Sanierer eingesetzt hatte, ließ Esslinger nicht gelten. Der Vorwurf: In seiner Doppelrolle als Chef des St.-Marien-Hospitals Vechta und Kuratoriumsvorsitzender des Cloppenburger Krankenhauses sei es zu Interessenskonflikten gekommen, als das Emsteker Krankenhaus nach einem Partner gesucht habe. Laut Esslinger habe sich Themann damals für eine Zusammenarbeit der drei Krankenhäuser ausgesprochen. Nach Überzeugung der Klinikleitung werde es künftig aber aus wirtschaftlichen und medizinischen Gründen nicht ohne eine Qualifizierung, Spezialisierung und engere Zusammenarbeit mit anderen Kliniken gehen. 10 000 Patienten
