Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Gesundheit Krebskranken Kindern und ihren Familien helfen

Wüsting/Oldenburg - Die Firma Urban in Wüsting hat in diesem Jahr auf Weihnachtsgeschenke an ihre Geschäftskunden und Lieferanten verzichtet. Stattdessen gab es eine Spende von 1000 Euro für die Elterninitiative krebskranker Kinder e. V. in Oldenburg.

Pia Winter, Geschäftsführerin des Vereins, nahm die Spende am Freitag in Wüsting entgegen. Es komme nicht oft vor, dass Unternehmen für den Verein spendeten, sagte Winter. Sie war umso mehr erfreut über die Spende, die Helmut Urban, Nicole Urban-Sprock und Thomas Sprock übergaben.

Die Firma Urban sei über Bekannte auf das Wirken des Vereins aufmerksam geworden, erzählte Thomas Sprock. Mit der Spende wolle man ein Zeichen setzen und auch andere ermuntern, den Verein bei seiner wichtigen Arbeit zu unterstützen.

Die Elterninitiative unterstützt seit 15 Jahren an Krebs erkrankte Kinder und deren Familien auf der kinderonkologischen Station des Klinikums Oldenburg und in der ambulanten Phase zu Hause.

Wichtige Unterstützung

Dabei werden aus den Spenden und Mitgliedsbeiträgen Dinge finanziert, die den von den Kassen bezahlten Standard zum Wohle der Betroffenen weiter verbessern, wie Pia Winter bei der Spendenübergabe berichtete. Der Verein finanziert auf der kinderonkologischen Station die psychosoziale Betreuung und zusätzliches Pflegepersonal.


Finanziert wird ebenso die therapeutische Betreuung in der ambulanten Phase und im Anschluss an die Therapie in der Klinik. Auch den Geschwisterkindern, die oft in den Hintergrund geraten, weil die Eltern sich mehr um das erkrankte Kind kümmern, hat der Verein mit speziellen Angeboten („Geschwisterzeit“) im Blick.

Finanziert werden wichtige Bewegungsangebote für die Kinder und Jugendlichen während und nach der Krebstherapie, die von den Kassen nicht übernommen werden. Auch eine Selbsthilfegruppe gibt es, mittlerweile sogar einen Stammtisch der Väter.

Der Verein besteht zum größten Teil aus betroffenen Eltern oder deren Angehörigen, die selbst durch die Elterninitiative betreut wurden und erfahren haben, wie wichtig Unterstützung und Hilfe in einer solchen Situation sind. „Jeder geht mit der Situation anders um“, so Pia Winter.

Vielfältige Angebote

Der Verein erarbeite immer wieder neue Angebote und neue Wege für die Familien, auch nach der Therapie, denn gerade dann fielen die Betroffenen oft in ein großes schwarzes Loch.

15 bis 20 Kinder können zeitgleich auf der Station im Klinikum behandelt werden. Jährlich gebe es circa 60 Neuerkrankungen in Weser-Ems und circa 20 Wiedererkrankungen. Insgesamt seien die Heilungschancen bei Kindern und Jugendlichen höher als bei Erwachsenen, so Pia Winter. Auch nach einer Heilung sei es wichtig, sich weiter zu kümmern, um bei der Bewältigung des Erlebten zu helfen.

Alles zum Thema Gesundheit im Nordwesten lesen Sie in unserem Gesundheits-Spezial.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Nach Zündung der beiden Sprenglandungen sackte der Kran zusammen und fiel wie geplant zu Boden.

RHENUS MIDGARD Kran im Nordenhamer Hafen gesprengt

Nordenham
Zieleinlauf beim Matjeslauf in Emden 2023

VOLKSLÄUFE IM NORDWESTEN IM JUNI – TEIL 1 Von 5 Kilometer bis 6 Stunden – Elf Startgelegenheiten bis zu den Sommerferien

Mathias Freese
Nordwesten
Sind in diesem Sommer früh wieder gefordert: Jan Urbas (links) und Nicholas Jensen

FISCHTOWN PINGUINS Erfolge bescheren Bremerhavener Eishockey-Team dichten Terminplan

Hauke Richters
Bremerhaven
Nimmt im Sommer erstmals an den Olympischen Spielen teil: der Oldenburger Jannis Maus

„ICH WILL MÖGLICHST VIEL AUFSAUGEN“ Oldenburger Kitesurfer Jannis Maus fiebert Olympia-Premiere entgegen

Niklas Benter
Oldenburg
Da wird die Deckenlampe zum Duschkopf: Das Wasser kommt durch die Decke und läuft an den Wänden hinunter.

MIETÄRGER IM AMMERLAND Wenn das Wasser aus der Deckenlampe strömt

Anke Brockmeyer
Westerstede