Kreis Cloppenburg - Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der Genossenschaftsbanken im Landkreis Cloppenburg hat zahlreiche Maßnahmen in Bezug auf die Corona-Krise getroffen. Das geht aus einer Pressemitteilung der acht Banken hervor. Zur Arbeitsgemeinschaft gehören die Volksbanken Bösel, Emstek, Essen-Cappeln, Lastrup und Löningen, die Raiffeisenbank Scharrel und die Spar- und Darlehnskasse Friesoythe sowie die VR-Bank in Südoldenburg (Cloppenburg/Garrel).

Die Prioritäten richten sich in den nächsten Tagen auf die Aufrechterhaltung der Bargeldversorgung, Sicherstellung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs, Liquiditätshilfen für Firmenkunden, Durchführung von Wertpapiertransaktionen bzw. Börsengeschäften sowie die Sicherstellung der telefonischen Erreichbarkeit für alle Kundenanfragen.

Kunden und Mitglieder könnten weiterhin wesentliche Bankdienstleistungen in Anspruch nehmen. Bargeld kann an den Geldautomaten der Volksbanken Raiffeisenbanken und der Spar- und Darlehenskassen im Landkreis Cloppenburg wie gewohnt abgehoben werden.

„Zum Schutz vor einer Infektion empfehlen wir die Nutzung der zahlreichen digitalen Anwendungen unserer Banken. Bankgeschäfte können auch bequem von zu Hause aus erledigt werden, beim Einkaufen reduziert das kontaktlose Bezahlen via Girocard, Kreditkarte oder Smartphone die Gefahr einer Ansteckung“, so Vorstandssprecher Jürgen Fuhler.

Um den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten, existiert ein mehrstufiger Notfallplan für Pandemien und Epidemien. Dieser sieht vor, dass die telefonische Erreichbarkeit, das Online-Banking und alle Systeme für die Abwicklung von Buchungs- und Überweisungsvorgängen sowie Wertpapieraufträgen gesichert sind.

Beim Filialbetrieb könne es wegen des Schutzes von Mitgliedern, Kunden und Mitarbeitern zu Einschränkungen kommen. Aktuell würden vereinzelte Banken in einigen Filialen vorübergehend keinen personenbedingten Service für Bankkunden anbieten. Ziel sei es, alle anderen Filialen weiterhin zu öffnen. Teilweise sei die vorübergehende Anpassung von Öffnungszeiten oder eine weitere Schließung von Filialen möglich, damit Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten oder sich um die Betreuung ihrer Kinder kümmern könnten.

Zur Eindämmung des Coronavirus werden auch in den Filialen verschiedene Vorsorgemaßnahmen wie der Verzicht auf den Handschlag getroffen. Aufgrund der zu erwartenden wirtschaftlichen Schäden räumt das Kreditinstitut den Firmenkunden einen besonderen Stellenwert ein: „In diesen schwierigen Zeiten können sich Gewerbetreibende und Unternehmer auf die intensive Begleitung durch unsere Banken verlassen,“ so Fuhler. Die Sicherung der Unternehmensliquidität stehe im Mittelpunkt der Maßnahmen. Gemeinsam werde der Liquiditätsbedarf ermittelt und über Kompensationsmaßnahmen der Bundesregierung informiert. Ziel sei es, Liquiditätsengpässe zu vermeiden und die erforderliche Liquidität so unbürokratisch wie möglich bereitzustellen.