Kreis Cloppenburg - Große Erleichterung am Montag bei vielen Kaufleuten:  Die Türen dürfen sich wieder für Kundschaft öffnen. Das zieht am ersten Tag jedoch nicht übermäßig viele Kunden in die Läden. Die Shoppinglaune hält sich in Grenzen.

Hände desinfizieren vorm Eintreten, Pfeile auf dem Boden, die einem die Richtung vorgeben: Das „neue“ Einkaufen ist in vielen Geschäften mit Regeln verbunden. „Jeder Kunde soll sich am Eingang einen Einkaufskorb nehmen, wenn alle 40 Körbe weg sind, wissen wir, dass wir den Einlass stoppen müssen“, sagt Matthias Bürger, Geschäftsführer der Intersportfiliale in der Cloppenburger Innenstadt. Diese Regel soll verhindern, dass sich zu viele Kunden gleichzeitig im Laden aufhalten. Zudem tragen alle Mitarbeiter einen Mundschutz. Und auch den Kunden wird geraten, einen Schutz zu tragen.

„Wir sind so froh, dass wir wieder öffnen dürfen“, sagt Hans-Jürgen Grimme, Inhaber des Geschäftes für Haushaltswaren Bley in Cloppenburg. Gerade verkauft er besonders häufig Grills, ein Gerät, dass besser durch Direktverkauf wegginge als online.

Und die Passanten? „Für einen Einkaufsbummel stimmt die Atmosphäre generell noch nicht“, sagt Klaus-Peter Fischer aus Löningen. Er will nur einen Wasserkocher kaufen, dann geht es wieder ab nach Hause. Besorgungen stehen für die Cloppenburger ganz oben, einfach nur Shoppengehen ganz weit unten.

Auch in Friesoythe wird noch nicht gebummelt, aber durchaus schon wieder eingekauft. Auch auf Termin, wie bei Braut- und Abendmoden Hanneken. Abgesagte Termine aus den fünf vergangenen Wochen hat Frank Hanneken in diese und die kommende Wochen verteilt. „Wir haben noch nicht wieder die Frequenz wie vor dem Shutdown“, sagt der Geschäftsführer. Zudem werde genau geplant, wer, wann mit wie vielen Personen ins Geschäft komme. Aber: „Die Stimmung ist gut, alle ­– Mitarbeiter wie Kunden – freuen sich, dass es weitergeht. Aber alles sind sich bewusst, dass sie mit dem nötigen Abstand unterwegs sind.“


Hochzeiten seien in die zweite Jahreshälfte verschoben worden, oder ins neue Jahr. Anders sieht es bei der Abendmode aus: Nicht nur, dass derzeit kaum Hochzeitsgäste passende Garderobe bräuchten. Dass alle Schützenfeste nun ausfallen, das sei „bitter“, sagt Hanneken. „Die werden alle nicht nachgeholt.“

Eva Dahlmann-Aulike
Eva Dahlmann-Aulike Redaktion Münsterland