Kreis Cloppenburg/Essen - Die Diesel-Affäre löst beim CDU-Kreisvorstand Cloppenburg weiter Unzufriedenheit und Zorn aus. Das wurde einmal mehr bei der Tagung in Essen deutlich. Der Kreisvorstand begrüßte deshalb die Beschlussvorlage der Mittelstandsvereinigung (MIT) der CDU/CSU. Danach sollen die aktuellen Grenzwerte ausgesetzt und die Messverfahren in Deutschland überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden. Fahrverbote müssten auf jeden Fall verhindert werden. Die Dieselbesitzer, die behördlich zugelassene Fahrzeuge gekauft hätten, müssten Vertrauensschutz haben und dafür habe die Politik zu sorgen, so die MIT-Kreisvorsitzende Ursula Bernhardt.
Der Pkw sei für Millionen von Berufstätigen vor allem in den Flächenländern schon allein für den Weg vom Wohnort zum Arbeitsplatz die einzige Möglichkeit und so die Grundlage, dass die Arbeitnehmer für sich und ihre Familien ihren Lebensunterhalt verdienen und Steuern und Sozialabgaben bezahlen könnten. Seit vielen Jahren sei der Diesel als die bestmögliche, sparsamste und eine der saubersten Antriebsarten von den Autokonzernen und auch von der Politik empfohlen worden. Hierauf hätten sich Millionen von Autofahrern verlassen. Sie alle seien bitter enttäuscht worden und bekämen die Folgen zunehmend zu spüren.
Schuld trügen die Autohersteller und die zu lange abwartende Politik. In Wahrheit handele es sich nicht um eine Diesel-Affäre, sondern um organisierte Betrugshandlungen derer, die mit Software und anderen Maßnahmen ihre Kunden betrogen hätten, obwohl sie seit Jahren die Möglichkeit gehabt hätten, die Abgaswerte zu verbessern statt zu manipulieren, wie von Mitgliedern in der Vorstandsrunde argumentiert wurde. Alle Besitzer von Diesel-Pkw seien beim Wert ihrer Fahrzeuge und auch durch Fahrverbote enteignet und betrogen worden, sagt der CDU-Kreisvorstand.
