KREIS CLOPPENBURG - KREIS CLOPPENBURG - Die Delegierten der 32 Ortsverbände des Kreislandvolkverbandes Cloppenburg, mit 3400 Mitgliedern und mehreren Geschäftsbetrieben eine der stärksten Organisationen im Kreisgebiet, müssen sich am Mittwoch, 19. Juli, entscheiden: Soll Hubertus Berges aus Elsten oder Wilhelm Willoh aus Löningen ihr Vorsitzender werden?

Die beiden Landwirte bewerben sich um die Nachfolge von Franz-Josef Holzenkamp, der aufgrund seines CDU-Bundestagsmandates und in Ermangelung von Zeit den Vorsitz im Landvolk abgeben wird (die NWZ berichtete). Mit der Aufgabe des Amtes des Kreislandvolkvorsitzenden begegnet Holzenkamp zudem Vorwürfen, er hätte in Berlin zu sehr die Agrarseite im Blick. Einer der ersten Gratulanten des neuen Kreislandvolk-Vorsitzenden dürfte der wiedergewählte Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, sein, der sich ab 11 Uhr zu einem öffentlichen Vortrag in der Gaststätte Sieger (Thüle) einfindet.

„Es ist guter demokratischer Brauch, zwischen zwei Personen zu entscheiden“, sieht Holzenkamp keinen Dissens in der Landvolk-Organisation. Kandidieren werden Hubertus Berges, der Vorsitzende des Ortslandvolkverbandes Elsten-Warnstedt, und Wilhelm Willoh, der Vorsitzende des Ortslandvolkverbandes Löningen. Willoh ist seit 1993, als Holzenkamp nach einer Kampfabstimmung die Nachfolge von Bernhard Thie (Hemmelte) antrat, der Vertreter des Landvolkvorsitzenden. Berges hat Landwirtschaft studiert, betreibt Ackerbau und Schweinemast und ist vor acht Jahren als 29-jähriger Vorsitzender des Ortslandvolkverbandes Elsten-Warnstedt geworden. „Ich habe nicht auf dieses Amt gewartet“, meint Berges, der sich besonders beim Pilotprojekt im Zuge der Wasserrahmenrichtlinie für die „Lager Hase“ einen Namen gemacht hat.

Wilhelm Willoh betreibt im heimischen Betrieb vor allem die Milchwirtschaft. Er bewegt sich ehrenamtlich in vielen Ämtern.