Kreis Cloppenburg - Zusammen mit ihrer Bundestagsabgeordneten Filiz Polat kritisieren Grünen-Kreistagsmitglieder aus Cloppenburg und dem Emsland die Aussage des Fördervereins Pro E 233, ein Ausbau der Europastraße würde keine dauerhafte Belastung bringen.

Fabian Wesselmann, Grünen-Kreistagsabgeordneter des Landkreises Cloppenburg aus Lastrup, betont: „Der geplante vierstreifige Ausbau der E 233 ist ein absoluter Klimakiller. Wir können ihn uns schlicht nicht leisten. Denn gegen den Klimawandel wird es keine Impfung geben. Auch die Expertinnen und Experten des Umweltbundesamts fordern, den geplanten Ausbau der E 233 zu streichen.“

Zentrale Gründe der Forderung seien für das Umweltbundesamt die hohe Flächeninanspruchnahme, „massive Nachteile für den Naturschutz sowie hohe Lärm-, Luftschadstoff- und Klimagasemissionen“.

Birgit Kemmer, Kreistagsmitglied im Emsland, meint: „Es ist geradezu blauäugig, von einer Entlastung auszugehen. Natürlich würde der Ausbau eine dauerhafte Belastung bringen. Und zwar eine enorme. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass neue und breitere Straßen auch immer mehr Verkehr anziehen. Und darum geht es den Unterstützer*innen des Ausbaus ja auch.“

Immer mehr Flächen würden durch Straßen und Autobahnen versiegelt. Dabei habe Deutschland schon eines der größten Straßennetze der Welt, so Kemmer. Stattdessen brauche man jetzt endlich eine Verkehrswende, die viel mehr Güter auf die Schiene verlagere. Klima- und Umweltschutz müssten endlich ernstgenommen und mit Nachdruck angegangen werden.


Filiz Polat ergänzt, dass sich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) im „Bau-Wahn“ befinde. Geld scheine keine Rolle mehr zu spielen und die Milliarde für das Verkehrsprojekt sei nicht mehr weit weg. Schaue man sich die Haushaltsansätze für den Aus- und Neubau im Verkehrsbereich an, dann sehe man wieder eine Ausgabensteigerung auf 3,1 Milliarden Euro für die Straße, bei der Schiene aber nur Stagnation.

Steffen Szepanski
Steffen Szepanski Redaktion Münsterland (Lokalsport)