„Investor startet Windpark-Bau“ (NWZ vom 17. September)

Was bewegt Landrat Bensberg, gegen den Oldenburger Windpark zu klagen? Ist er ein Gegner regenerativer Energien? Nein, denn der Landkreis Ammerland strebt an, zukünftig 50 Prozent seines Energiebedarfs mit erneuerbaren Energien zu decken. Geht es ihm um das Landschaftsschutzgebiet Rasteder-Geestrand? Nein, denn ob die geplanten Windenergieanlagen 60 Meter oder 200 Meter von diesem entfernt stehen, beeinträchtigt das über 2000 Hektar große Gebiet nicht wirklich.

Bensberg spricht zwar von schwerwiegenden rechtlichen Bedenken, tatsächlich gibt es aber keine rechtliche Grundlage, die den Mindestabstand zu Landschaftsschutzgebieten vorschreibt oder regelt.

Grund für die Klage sind vielmehr die Unstimmigkeiten zwischen ihm und Oberbürgermeister Schwandner. Ist dieser Grund ausreichend, um einen Prozess zu führen, der erstens wenig Aussicht auf Erfolg und zweitens nur den Hintergrund hat, die seit fünf Jahren laufenden Planungen des Windparks weiter zu verzögern? Macht es Sinn, Arbeitszeit der Rechtsabteilungen des Landkreises und der Stadt (...) zu vergeuden, nur weil die beiden Herren „sich nicht grün“ sind?

Christian Hilbers Oldenburg

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Ein Zeichen für die erneuerbaren Energien in Oldenburg und eine klare Positionierung zur Energiewende. Es freut mich, dass dieses Projekt endlich positiv genehmigt worden ist und Oldenburg zukunftsorientiert handelt. Der Landkreis Ammerland sollte die hier berichtete Klage überdenken und sich vorrangig auf eine gemeinsame Entwicklung der Energiewende mit der Stadt Oldenburg konzentrieren. (...)

Yannic Jenzevski Oldenburg