„Bau am Mini-Kreisel beginnt“ (NWZ vom 22. Juli) und weitere Berichte über das Sanierungsgebiet Kreyenbrück-Nord

Mit Datum vom 20. April 2009 ist Kreyenbrück-Nord in das Städtebauförderprogramm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Soziale Stadt“ aufgenommen worden. Mit der Aufnahme in das Förderprogramm steht neben der klassischen Städtebauförderung ein Instrumentarium zur Verfügung, das sowohl dem Städtebau als auch der sozialpolitisch wichtigen Sanierung von sogenannten „sozialen Brennpunkten“ mit den entsprechenden Aufgaben und Herausforderungen gerecht wird.

Diese Aufgaben und Herausforderungen des Sanierungsgebiets Kreyenbrück-Nord sind vielfältig und hinlänglich bekannt: eine intensive Wohnraumverdichtung (sogenannte Wohnblöcke) sowie einhergehend mit einem hohen Anteil an Bewohnern mit Migrationshintergrund der Beginn von Ghettoisierung, eine überdurchschnittlich hohe Arbeitslosenquote, ein geringes Durchschnittseinkommen, ein hoher Prozentsatz an Schul- und Ausbildungsabbrüchen, ein hoher Anteil an Empfängern von staatlichen Transferleistungen, vielfältige Sprach- und Kulturbarrieren sowie soziale Instabilität und Polarisierung.

Und was ist nun nach mehr als fünf Jahren Planung, Untersuchung und Vorbereitung das erste große und weithin sichtbare Leuchtturm-Projekt, mit dem die Stadt Oldenburg auf diese komplexen Herausforderungen reagiert? Was ist die Idee mit Strahlkraft, die als eine der ersten Maßnahmen umgesetzt wird? Welches ist das starke Startsignal, das für eine Aufbruchstimmung sorgen (...) wird?

Die Stadt baut einen Kreisel. Einen Verkehrskreisel.

Andreas Dombrowski Oldenburg