Bösel - Die Erdarbeiten für den Kreisverkehr in Bösel an der L 835/Am Pool/Eschstraße haben begonnen. Bagger koffern den Boden für die künftigen Straßen aus, um einen tragfähigen Untergrund für den Asphalt legen zu können. Doch der Kreisverkehr wird für die Gemeinde teurer als erwartet: „Wir brauchen etwa 164 000 Euro mehr“, teilte Bürgermeister Hermann Block am Mittwochabend auf der Sitzung des Gemeinderates mit.
Grund: Die Gemeinde hatte mit Zuschüssen in Höhe von 190 000 Euro gerechnet. Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN) will aber höchstens 170 000 Euro zahlen, 430 000 der insgesamt 600 000 Euro teuren Baukosten inklusive des Grunderwerbs muss damit die Gemeinde tragen. Zuletzt hatte die Gemeinde mit Gesamtkosten von rund 440 000 Euro gerechnet, so Bauamtsleiter Hermann Walter.
Die Fördermittel sind auf Grundlage der Kostenschätzung der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lingen berechnet worden. Und die lag seinerzeit deutlich unter den späteren Angeboten der Baufirmen, die Folge: Statt einer Förderung von netto 50 Prozent wird es nur 40,15 Prozent geben.
Die Straßenbaubehörde war seinerzeit offenbar von einem Standard-Kreisel ausgegangen. Der Kreisverkehr wird aber deutlich weiter nördlich der vorhandenen L 835 gebaut werden. Dafür ist Grunderwerb notwendig, den das LGLN aber nicht fördern will. Teurer macht den Kreisel zum anderen, dass die Gemeinde in der Tulpenstraße statt der ursprünglichen Planung einen Wendekreis bauen will (die NWZ berichtete).
Die Erdarbeiten für den Kreisel sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Die Fertigstellung ist für Februar 2014 terminiert.
Bis Ende September sollen zudem folgende Straßen eine neue Splitschicht erhalten, um mögliche Risse vor der Frostperiode zu schließen: Beim Tegelkamp (Erstes Teilstück), Am Wald, Vidamer Straße (von der Feldstraße bis An der Lahe), Thüler Straße (von der Industriestraße bis zur Ortsumgehung) und Bahnhofstraße (erstes Teilstück von der Thüler Straße bis zur Ginsterstraße). Die Kosten belaufen sich auf 36 000 Euro.
Ebenfalls eine neue Oberfläche erhält ein Teilstück des Schlackenweges bei Götting in Glaßdorf, teilte die Verwaltung ferner mit.
