Wildeshausen - Eigentum verpflichtet. Deshalb saniert der Landkreis sein Gesundheitsamt an der Delmenhorster Straße in Wildeshausen. Die Holzfenster bekommen anthrazitfarbige Aluprofile und werden damit besser vor der Witterung geschützt.
Mit dieser neuen Optik verändert das Kreishaus sein Gesicht. In einigen Jahren sollen auch die braunen Holzfenster des großen Hauptgebäudes solche Aluprofile erhalten, berichtet Ludger Krone, stellvertretender Leiter des Hochbau- und Schulamtes.
Fenster zu oft streichen
An den Fensterrahmen rechts und links des Eingangs am Gesundheitsamtes blättert die Lasur. „Wir müssten die Fenster im Grunde alle zwei Jahre streichen, um sie vor Sonne und Regen zu schützen“, erklärt Krone.
Um der Sache auf den Grund zu gehen, habe der Landkreis eine Wirtschaftlichkeitsberechnung erstellt. „Die Aluprofile sind die beste Lösung. Dann haben wir in den nächsten 25 Jahren Ruhe“, meint Krone. Der Landkreis investiere jetzt 150 000 Euro in die 84 Holzfenster und -türen. Ständig streichen zu lassen sei auf Dauer teurer. Neue Fenster einbauen zu lassen sei doppelt so teuer.
Ja vom Architekten
Dass sich die Aluprofile, die auf die Holzrahmen aufgesetzt werden, bezahlt machen, habe der Landkreis beim Erweiterungsbau beobachtet. Der wurde vor vier Jahren in Betrieb genommen. „Wir haben damals die Situation mit dem Architekten besprochen. Er hat uns vorgeschlagen, Aluprofile zu verwenden“, berichtet Krone. Der Architekt habe seine Genehmigung dafür gegeben, auch das Hauptgebäude und das Gesundheitsamt nachträglich mit Aluprofilen auszustatten. Wie solch ein neues Profil für die Fenster des Gesundheitsamtes aussieht, kann sich jeder Mitarbeiter und Besucher im Foyer des Kreishauses anschauen. Dort ist ein Musterfenster ausgestellt.
Durch die Aluprofile verschwindet Stück für Stück der warme Holzton in der Außenansicht des Kreishauses. „Uns war wichtig, dass wir die Holzoptik im Gebäude erhalten“, so Krone. Innen seien die Fenster noch wie neu. Der Wärmedämmwert sei nach wie vor gut. Beim Holz handelt es sich um Oregon Pine, das von der nordamerikanischen Douglasie stammt.
Die Fenster stammen aus dem Jahr 1989, als das Gesundheitsamt in Wildeshausen in Betrieb ging. Vorher gab es eine gemeinsame Behörde mit der kreisfreien Stadt Oldenburg. Eine Außenstelle war damals in der Villa Knagge in Wildeshausen angesiedelt. Zwei Jahre zuvor, 1987, war das Kreishaus in Wildeshausen gebaut worden.
Neue Energiesteuerung
Das Gesundheitsamt ist inzwischen eingerüstet. Die Handwerker werden laut Krone bald loslegen. Einige Fenster – insbesondere die an der Wetterseite im Westen – werden zunächst überarbeitet. Auch werden die Holzelemente an der Außenfassade gestrichen und teilweise der Sonnenschutz erneuert.
Neu wird die Energiesteuerung über die Fenster sein. „Wir lassen in die Fenster Magnetschalter einbauen“, sagt Krone. „Sobald künftig ein Fenster geöffnet wird, schließt sich automatisch das Heizungsventil.“ Eine Einzelraumsteuerung im Kreishaus mache das möglich.
