Ammerland - Monatelang haben die Rassegeflügelzüchter aus dem Ammerland auf den Herbst hingearbeitet, um ihre Zuchtergebnisse Preisrichtern und der Öffentlichkeit vorzustellen. Für das kommende Wochenende ist die Ammerland-Schau geplant – Züchter aus den Vereinen Edewecht, Westerstede, Rastede und die Gastgeber Apen/Augustfehn wollen insgesamt über 300 Hühner, Gänse, Enten und Tauben vorstellen. Am Mittwoch wurden die Tiere nach Apen in die Halle van Rüschen geliefert, am Donnerstag wurden sie von einer fachkundigen Jury bewertet und vielfach ausgezeichnet und man freute sich auf die Schau.
Doch Donnerstagnachmittag war plötzlich fraglich, ob die Schau stattfinden kann. In Deutschland besteht nämlich, heißt es von Seiten des Landkreises, derzeit ein hohes Risiko, dass sich durch Kontakte zwischen Wildvögeln und Nutzgeflügel die Vogelgrippe weiter ausbreitet. An mehreren verendeten Wildvögeln in Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg war Vogelgrippe nachgewiesen worden.
„Aus Vorsorge haben wir wie unsere Nachbarkreise die sogenannte ,Tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung‘ erlassen“, sagte am Donnerstagnachmittag der zuständige Dezernent des Landkreises Ammerland, Dr. Thomas Jürgens.
Das hieße, erläuterte Susanne Greiner-Fischer, Leiterin des Veterinäramtes beim Landkreis Ammerland, dass Geflügel muss ab sofort eingestallt sein solle, nicht mehr an andere abgegeben werden dürfe und Geflügelhalter besondere Sicherheitsmaßnahmen bei der Stallhygiene, Reinigung und Desinfektion zu beachten hätten. Die Ammerland-Schau dürfe stattfinden, die Tiere dürften in ihre Ställe gebracht werden.
Aufatmen bei den 30 Züchtern und elf Jungzüchtern, die bei der Ammerland-Schau in Apen an diesem Wochenende ihre Tiere vorstellen: Sie freuen sich, dass ihre Schau am Sonnabend und Sonntag stattfinden kann.
