Kreyenbrück/Bümmerstede - „In Kreyenbrück passiert viel“, sagte die Stadtbaurätin und Verkehrsdezernentin Gabriele Nießen bei der Versammlung des Bürgervereins Kreyenbrück und Bümmerstede. „Es gibt wohl keinen Stadtteil, wo mehr gebaut wird“, ergänzte sie noch.
Das Thema ihres Referates im Bümmersteder Krug lautete „Parksuchverkehr und Parkmöglichkeiten bei fortlaufenden Bauten von Großprojekten“. Das Verkehrssystem in den beiden Ortsteilen Kreyenbrück und Bümmerstede wurde sehr intensiv diskutiert. „Die Cloppenburger Straße ist dauernd überlastet“, hieß es aus dem Publikum. Auch andere Straßen könnten keinen zusätzlichen Verkehr mehr verkraften. „Ich bin sicher, wenn alles fertig ist, wird es auch noch die eine oder andere Ampelanlage geben“, war sich Maria Bollerslev vom Vorstand des Bürgervereins sicher.
Verkehr wird aufgefangen
Nießen stellte fest, alle Berechnungen würden bestätigen, dass der durch die umfangreichen Baumaßnahmen zunehmende Verkehr aufgefangen wird, kündigte aber ein Verkehrsgutachten nach Beendigung aller Bauten an. Die Neugestaltung des Klingenbergplatzes sei „abgesegnet“, so Nießen. Der Platz wird zukünftig als Ruhezone und Treffpunkt für viele Menschen gelten. Ein Hörstuhl der „Kreyenbrücker Werbegemeinschaft“ gibt interessante Informationen zur Historie und Entwicklung des Stadtteils. „Es müssen nicht immer Veranstaltungen stattfinden, um einen Platz zu füllen. Viele Kreyenbrücker haben keinen eigenen Garten“, äußerte Nießen. Der Radfahrweg wird nicht auf die Straße verlegt, sondern auf den Platz. „Das ist für Oldenburg eine gute Sache“, meinte sie. Auf dem Klingenbergplatz entstehen insgesamt 24 Parkplätze. „Mit der jetzigen Parkplatzregelung können wir sehr gut leben“, sagt Willi Kolodziej, Vorsitzender der Werbegemeinschaft. Auch ein neues Parkhaus beim Klinikum mit 574 Stellplätzen auf elf Ebenen wird für Entlastung sorgen. Zwei Drittel davon ist für Besucher, ein Drittel für das Personal der umliegenden Gesundheitseinrichtungen vorgesehen.
Die Stadt Oldenburg wird das ehemalige AEG-Gelände am Alten Postweg mit rund sechs Hektar in den konzeptionellen Prozess zur Entwicklung eines „Medical Parks“ mit vielen Gesundheitseinrichtungen einbinden.
Politik, Hochschulen, Kliniken und weitere Kompetenzträger haben sich hierfür getroffen, um ein gemeinsames Projekt zu schaffen. Dazu wird ein Masterplan für das Gelände entwickelt. Die noch vorhandenen Hallen werden Anfang 2017 abgerissen. Eine neue städtebauliche Attraktion ist der neue Supermarkt. „Normalerweise ist ein Supermarkt immer eckig, dieser ist aber rund und dadurch einmalig“, so Nießen. In einem Neubau der GSG am „Kopf Nord“ werden sich alle wichtigen öffentlichen Einrichtungen sowie die Stadtteilbibliothek befinden. Im Süden des AEG-Geländes ist der Bau der „Fachklinik Weser-Ems“ fast abgeschlossen. Parkplätze hierfür befinden sich auf dem Grundstück.
Stadtteil aufgewertet
„Der Stadtteil Kreyenbrück wird wesentlich aufgewertet und sich zu einem richtig schönen Stadtteil entwickeln“, ist sich Nießen sicher. Auch Kolodziej ist ganz zufrieden mit der Entwicklung in Kreyenbrück. „Waren früher eher Eversten und Etzhorn die Favoriten, so wird zukünftig Kreyenbrück mehr und mehr an Attraktivität gewinnen“, ist auch Kolodziej überzeugt. Das gesamte Projekt wird mit sieben Millionen Euro von Bund und Land unterstützt.
