Westerstede - „Da fliegt unsere Krippe“, freute sich am Dienstagvormittag eine Betreuerin des Kindergartens Am Schützenbusch. Gemeinsam mit weiteren Mitarbeiterinnen und vielen Kindern war sie zur Baustelle an der Goethestraße gekommen, um dort den Aufbau der neuen Kinderkrippe zu verfolgen.
Spektakulär war die Baumaßnahme ohnehin: In der Nacht hatte ein Schwertransport mehrere Module geliefert. Diese wurden Tags darauf mit Hilfe eines Krans nach und nach auf das Baugelände gehievt. Der dichte Baumbewuchs erschwerte den Transport durch die Luft, und die beauftragte Firma hatte Maßarbeit zu verrichten. Die Zuschauer verfolgten aufmerksam jeden einzelnen Arbeitsschritt. Dabei hatten auch die Kinder sichtlich viel Spaß: „Schneller, schneller“, feuerten sie die Arbeiter an.
Zwei Gruppen
Die neue Kinderkrippe wird in Modulbauweise erstellt. „Das sind keine Behelfscontainer, sondern es ist ein vollwertiger Bau mit Fußbodenheizung und allem, was dazu gehört“, erläutert Westerstedes Baudezernent Horst Hienen die Planung. Zwei Gruppenräume, zwei Ruhe- und weitere Funktionsräume werden in dem rund 350 Quadratmeter großen Gebäude untergebracht. Da es sich bei dem Baugrund um städtisches Gelände handele und daher kein Ankauf nötig sei, könne man das Vorhaben mit 600 000 Euro realisieren. „Die Krippe wird schlüsselfertig geliefert. Das bedeutet Planungs- und Kostensicherheit.“
Nach Auskunft von Sozialdezernentin Heidrun Hamjediers werden dort künftig bis zu 30 Kinder unter drei Jahren betreut. Entsprechendes Betreuungspersonal sei bereits eingestellt. Momentan biete der Kindergarten Am Schützenbusch eine Krippengruppe an. Diese werde nach Fertigstellung ins neue Gebäude umziehen, die alten Räumlichkeiten sollen als Essbereich genutzt und in den normalen Kiga-Betrieb integriert werden.
Noch freie Plätze
„Damit haben wir den letzten Baustein für den Krippenausbau gelegt. Die Stadt ist gut aufgestellt und kann auch flexible Lösungen anbieten. Wir haben zurzeit sogar einige wenige freie Plätze“, unterstreicht Hamjediers. Im nächsten Kindergartenjahr gebe es insgesamt 105 Betreuungsplätze für unter Dreijährige. Hinzu kämen rund 70 Plätze bei Tageseltern.
Farbiger Anstrich
Nach dem Aufbau der Module folgen in den nächsten Wochen der Innenausbau und die Gestaltung der Außenwände. Das Gebäude wird mit einem wärmedämmenden Verbundsystem ausgestattet und erhält auch noch einen farbigen Anstrich in Terracotta- und Gelbtönen. Mit der Fertigstellung rechnet die Stadtverwaltung Ende August. Der Krippenbetrieb soll im September starten.
