Der Bericht von Frau Schicke über den offenen Brief von Herrn Jordan und 10 Mitunterzeichnenden an Herrn Firmbach verursachte bei mir als häufigem Besucher der Sparte-7-Veranstaltungen und der Ringvorlesung zur Postwachstumsökonomie nur ungläubige Verwunderung.
Es geht bei den Veranstaltungen um eine kritische Auseinandersetzung mit unserer neoliberalen und wachstumsgläubigen Wirtschaftsweise und deren Folgen (...).
Der Zulauf beider Veranstaltungsformate zeigt, wie sehr dies offensichtlich viele Oldenburger interessiert. Insofern gebührt dem Staatstheater (...) großer Dank. Aber Propaganda für eine Freiwirtschaftslehre eines Herrn Gesell – welch ein Unsinn. Noch nie habe ich davon gehört, aber heute googelt man ja so etwas und dann wird schnell deutlich, dass die Briefschreiber wohl Herrn Onken anschießen wollen (...). Er ist einer der Organisatoren der Ringvorlesung zur Postwachstumsökonomie und hat sich, wie Wikipedia belegt, wohl auch schon differenziert mit Herrn Gesell beschäftigt.
Daraus könnte man vielleicht eine – für Wenige – interessante Diskussion über Wirtschaftstheorien zu Beginn des 20. Jahrhunderts machen, aber mit der Sparte 7 am Staatstheaters hat das nun wirklich nichts zu tun. Solche offenen Briefe halte ich für unanständig. Sie instrumentalisieren die Öffentlichkeit für obskure Zwecke.
