Butteldorf - Für Diskussionsstoff sorgt zurzeit das sich in Überarbeitung befindende Landesraumordnungsprogramm (LROP). Es soll im kommenden Jahr in Kraft treten. Das LROP ist auch die Grundlage für die Entwicklungsmöglichkeiten von landwirtschaftlichen Betrieben und der Infrastruktur.

Ein Knackpunkt dabei ist die geplante Ausweisung „Vorranggebiete für Torferhalt und Moorentwicklung“ im Rahmen der anstehenden Änderung des Landesraumordnungsprogramms. Alle Mitglieder sowie Gäste in den von Moorschutz betroffenen Gebieten lädt daher der Landvolkverein Altenhuntorf für diesen Mittwoch, 29. Oktober, zum Klönabend ein. Es soll dabei insbesondere um die geplante Ausweisung der Vorranggebiete gehen. Beginn ist um 20 Uhr im Schützenhaus in Butteldorf.

Das Thema brennt vielen unter den Nägeln. „In kleiner Runde wollen wir uns mit dem Thema und mit der Gebietskulisse des LROP befassen“, betont Ralf Meiners, Vorsitzender des Landvolkvereins Altenhuntorf, in seiner Einladung. Es seien ausdrücklich auch die Betriebsleiter und Anwohner sowie Verpächter eingeladen, die nicht direkt betroffen sind, da in mehrerer Hinsicht auch Schwierigkeiten in den angrenzenden Gebieten zu erwarten seien, betont der Landvolk-Vorsitzende.

Die niedersächsische Landesregierung hatte im Juni 2014 per Kabinettsbeschluss grünes Licht für die Eröffnung des Beteiligungsverfahrens für den Entwurf zur Änderung des Landesraumordnungsprogramms gegeben. Ein Richtungswechsel soll beim Torfabbau und dem Moorschutz eingeleitet werden. Beabsichtigt ist, den Torfabbau auslaufen zu lassen und zugunsten des Klima- und Naturschutzes „Vorranggebiete Torferhaltung und Moorschutz“ festzulegen. Die derzeitigen Planungen sehen vor, etwa 3000 Hektar Land als „Vorranggebiete Torferhaltung und Moorschutz“ auszuweisen. Die Flächen befinden sich vor allem in Elsfleth, Berne, Jade und Ovelgönne.

Das Landesraumordnungsprogramm ist einzusehen unter