„Warum geht’s hier nicht weiter“ – NWZ-Bericht über den Kröger-Hof in Metjendorf vom 2. April

Da steht es nun, einsam, verlassen, verwahrlost, (...) so ein Haus tut einem Leid. Von allen guten Geistern verlassen, vom Investor und allen Ämtern in Gemeinde und Landkreis.

Dieses Bauernhaus zeugt noch als eines der letzten in Metjendorf von der bäuerlichen Vergangenheit des Ortes, der seit 1600 besiedelt wurde. (...) Wir Heutigen haben nur noch wenig Verständnis für unsere Vergangenheit, für das Erbe unserer Vorväter. Müsste nicht aber jeder, der in Politik und Verwaltung Verantwortung trägt, dafür sorgen, dass unsere Geschichte nicht nur in den Museen, sondern noch vor Ort ablesbar und zu erleben ist? (...)

Wenn es darum geht, ein altes Haus – Denkmal oder nicht – zu erhalten, so ist in der Regel als allererstes dafür Sorge zu tragen, dass das Hausgerüst trocken bleibt oder wieder wird. (...) Feuchtigkeit und Regen fügen einem solchen Haus unermessliche Schäden zu. Für viele unverständlich: Der Kröger-Hof wurde im Winter/Frühjahr 2017/18 abgedeckt und ist seitdem den Witterungsunbilden ausgesetzt. Der Kröger-Hof war bis 1949 noch Rauchhaus, Wasser zerstört die sootgeschwärzten Holzkonstruktionen in kurzer Zeit. Für den ersten Investor (...) war der Bau eines Pflegeheims mit der Verpflichtung den Krögerhof zu erhalten, nicht denkbar – er verzichtete. Der jetzige Investor will ihn, wie man wiederholt lesen konnte, erhalten und ihn unter Denkmalschutzbestimmungen zu einer Tagespflegeeinrichtung ausbauen. (...)

Oder strebt der Investor, sollte er das Haus noch länger unbedacht lassen, die wirtschaftliche Unzumutbarkeit der Erhaltung und somit Abriss und Neubau an?

Manfred Meins Rastede/Ipwege