Oldenburg - Groningen und Oldenburg – das passt für Oberbürgermeister Jürgen Krogmann ideal, auch weiterhin. Der neue Oberbürgermeister geht aber noch weiter. Krogmann ist gerade auf den „Promotiedagen“ in Groningen – der größten Wirtschaftsmesse in Nordholland. Für ihn ein Minijubiläum: Schon die erste Amtshandlung vor genau einem Jahr hatte ihn zu den „Promotiedagen“ geführt, und nun wieder. „Man kann das durchaus als Zeichen verstehen“, sagte Krogmann am Dienstagabend beim Empfang auf dem „Oldenburg Plein“, der Oldenburg-Meile auf der Messe – „als Zeichen dafür, dass bei mir Groningen höchste Priorität genießt“. Mehr Bekenntnis geht nicht.
Krogmann scheut sich auch nicht, nach Schwandner in der Partnerschaftsfrage wieder neue Zeichen zu setzen. Erst kürzlich hatte er das Büro für Internationale Beziehungen direkt zu sich ins Rathaus geholt. Er möchte vor allem solche Beziehungen, die für Oldenburg natürlich sind, die nahe liegen und sich auch künftig gut mit Leben füllen lassen. Das unterstrich er auf dem Oldenburg-Plein vor zahlreichen Wirtschaftsvertretern aus beiden Ländern, auch mit Blick auf globalere Partnerschafts-Expansion: „Wenn mir jemand die Pistole auf die Brust setzen würde und ich mich entscheiden müsste, welche Form der Internationalität ich in der Praxis für sinnvoller halte – dann würde meine Antwort immer lauten: Groningen“, sagte Krogmann.
Das sei nicht nur eine Frage des Aufwands, sondern auch des Ertrags. Krogmann: „Wir müssen nichts konstruieren, um sinnvolle Themen und Formen der Zusammenarbeit zu finden. Sie ergeben sich beinahe von selbst. Und das seit mittlerweile über 25 Jahren.“
Es gebe zahlreiche Beispiele für die Intensität dieser Beziehung, etwa in Politik und Verwaltung, im Bereich Energie oder auch Gesundheit. Dazu zählten etwa: die Kontakte in der Stadtplanung und der anstehende Besuch des Ausschusses für Wirtschaftsförderung,im Energiesektor der „Hanse Energy Corridor“, die „Energy Academy Europe“ und das „Joint Energy Competence Center“,oder in der Medizin „die European Medical School als absolutes Leuchtturmprojekt“ sowie die Zusammenarbeit zwischen dem Gesundheitsnetzwerk Nordwest und Healthy Ageing Noord Nederlande.
Hinzu kämen weitere intensive Austauschprojekte wie „partners4business“ in der Wirtschaft und viele bilaterale Geschäftsbeziehungen, in der Kultur Kooperationen bei Illustratoren, Musikern und Theatern, in der Bildung Schulpartnerschaften etwa zwischen Neuem Gymnasium und Werkmancollege oder Heiligengeisttorschule und Ossterhoogebrugschool. Auch in Flüchtlings- und Integrationsfragen tauschten sich die beiden Städte aus.
An diesem Mittwoch werden die Promotiedagen fortgesetzt.
