Ramsloh - Im Oktober vergangenen Jahres wurde die ehemalige Postfiliale abgerissen. Danach liefen die Arbeiten an der Erweiterung des „Saterländer Hofes“ auf Hochtouren. Seit Donnerstagabend thront nun eine mit bunten Bändern verzierte Krone auf dem Erweiterungsbau an der Hauptstraße in Ramsloh.
Zum Richtfest eingeladen hatten die Besitzerin des Hotels, Doris Waskönig, und ihr Mann Dr. h.c. Peter Waskönig, der Umbau und Erweiterung mit 1,2 Millionen Euro finanziert (die NWZ berichtete). Auch ihre Söhne Michael Waskönig mit Frau Sabine sowie Jörg Waskönig mit Frau Claudia Pedaci-Waskönig waren dabei. Claudia Pedaci-Waskönig ist Architektin und hatte die Planung des Baus übernommen. Den Richtspruch übernahm Hans-Peter Kress von der Zimmerei Niels Kress in Berlin.
100 bis 120 Gäste
Nach einem Umtrunk ging es in den „Saterländer Hof“, wo Peter Waskönig erklärte, wie die Ausstattung des Anbaus aussehen wird. Geplant sind 20 Doppelzimmer für Hotelgäste. Zehn davon im Ober-, zehn im Dachgeschoss. Nach Angaben des Pächters Michael Schulze-Althoff wird das Hotel nach dem Umbau insgesamt über 54 Betten verfügen. „Zusätzlich ist eines der modernsten Küchenkonzepte verwirklicht worden, um 100 bis 120 Gästen in einem neuen Lokal die besten Speisen offerieren zu können“, sagte der Investor. Um den geplanten Termin für die Fertigstellung im Spätsommer 2013 einhalten zu können, seien für den Bau Fertigbauteile verwendet worden.
Nach Fertigstellung soll der Umbau des alten Gebäudes starten. Geplant ist eine Empfangshalle. „Das ist eine Zentrale, die sowohl die Steuerung der Bestellung vornimmt, die Buchungen für die Hotelzimmer wie auch die Bestellung für die Küche und die Bar“, führte Peter Waskönig aus. Sein Dank galt neben Handwerkern und Nachbarn auch seiner Schwiegertochter: „Meine Schwiegertochter, die diplomierte Architektin Frau Claudia Pedaci-Waskönig, hat es geschafft, eine integrierte Planung aufzubauen mit den unterschiedlichsten Herstellungsverfahren.“ Die Architektin nahm dies zum Anlass, um über die Bauweise zu informieren: „Das Projekt besteht aus einem Erdgeschoss in normaler Bauweise. Zwei Etagen sind in Fertigbauweise erstellt worden. So stehen sie weniger unter dem Einfluss von Temperatur und Wetter. So sind wir schneller fertig.“
Erweiterung ein Gewinn
Weiterer Vorteil: Während der Dachstuhl aufgesetzt wurde, konnten Handwerker bereits mit dem Ausbau des Erdgeschosses beginnen.
Bürgermeister Hubert Frye sah in der Erweiterung des Hotels eine Bereicherung. „Wenn sich die Infrastruktur entwickelt, ist das für die Gemeinde immer gut. Die Hotelerweiterung und das erweiterte Gastronomieangebot sind ein Gewinn“. Seminare könnten abgehalten werden, was sich positiv auf die Wirtschaft auswirke.
