Den Weltgebetstag der Frauen am Freitag, 4. März, richtet ein Team um Marianne Fennen von der KFD (Katholische Frauengemeinschaft) Bösel aus. Mitglieder der Kirchengemeinden St. Cäcilia Bösel, der evangelisch-lutherischen Auferstehungskirche Bösel und St. Peter und Paul Petersdorf sind um 19 Uhr ins Pfarrheim in Bösel eingeladen.

Worum geht es bei dem diesjährigen Weltgebetstag der Frauen?

FennenIn diesem Jahr geht es um das Land Kuba. Der Weltgebetstag steht unter dem Motto: „Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf“. Ein Teil davon ist das Zusammenleben der Generationen. Das ist unter anderem Thema in den Texten des Begleithefts.

Wie kann eine Verbindung zwischen Kuba und Bösel hergestellt werden?

FennenDie Frauen in Kuba haben den Weltgebetstag für uns vorbereitet. Aus den Texten und Liedern erfahren wir mehr über ihre Lebenswelt. So kann eine Verbindung zu unserer Welt hergestellt werden. Der Sozialstaat ist in Kuba zum Beispiel gut organisiert. Jeder ist dort kostenlos krankenversichert. Dafür ist die wirtschaftliche Lage schockierend. Das ist in Deutschland ganz anders. So kommt man dazu, über seine eigene Situation nachzudenken.

Was ziehen Sie persönlich aus ihrer Vorbereitung mit dem Land Kuba?

FennenBei der Vorbereitungswerkstatt mit Mechthild Pille von der Frauenseelsorge haben wir einen Film gesehen. Ich habe festgestellt, was für einen guten Status man als Frau in Deutschland hat. Obwohl das natürlich nicht für alle gilt. Die Kubanerinnen haben es nicht leicht. Vor allem wegen der Armut. Dafür ist das Teilen dort sehr wichtig. Es war beeindruckend zu sehen, wie die Frauen einfach mit der Frage: „Kannst du mir Kartoffeln leihen?“ zu den Nachbarn gegangen sind. Beim nächsten Nachbarn haben sie sogar einen Kürbis bekommen. Ich war schockiert, wie viele Dreierbeziehungen es dort gibt. Interessant sind auch die Verbindungen zwischen Amerika und Kuba. Wir hoffen, dass es den Menschen nach Aufhebung der Blockade in Zukunft besser geht.