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Freizeit Küken, Kräuter und Knuspriges

Bergedorf - Parkende Autos säumten die Alte Dorfstraße nahezu auf der gesamten Länge. Gegenverkehr war zeitweise unmöglich. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass das Klosterfest auf dem Hof von Gaby und Gerd Logemann abermals den Geschmack des Publikums traf. Hunderte strömten auf die Anlage „Hinter den Bräken“. Vor einigen Ständen bildeten sich zeitweise lange Schlangen.

Vor allem Familien mit Kindern nutzten am Sonntag die Gelegenheit, landwirtschaftliche Produktion hautnah zu erleben. Auf ein mittelalterliches Spektakel verzichtete Logemann erneut – ebenso auf den Eintritt. Stattdessen hatte der Landwirt seine Stalltür geöffnet. Etwas schüchtern streichelte der kleine Julien (5) eine Kuh. Dabei hatte er sich doch gerade ein Tiger-Gesicht schminken lassen.

Alpakas aus Bürstel

Mit Nina (4) und Nils (2) sahen sich auch Sabine und Torsten Krause aus Delmenhorst im Stall um. Noch immer schwärmten die Kinder von den Putenküken des Moorguts Kartzfehn im Stall nebenan. „Die waren so schön warm“, sagte Nina. Auch die beiden Alpakas aus der Zucht von Rainer Fortmann (Bürstel) lockten viele Kinder an.

Fast zwei Dutzend Aussteller präsentierten auf dem Hof Logemann ihre Angebote. So zapfte Imker Götz Neuber aus Klattenhof für seine Kunden Apfelmet-Schorle. „Echt lecker“, fanden Gisela und Karl-Heinrich Heiderich aus Kirchhatten. „Erstmals bin ich ohne Honig hier“, so Neuber unter Hinweis auf das dramatische Bienensterben.

Knusprige Brote zog Andreas Stöhr aus dem Holzofen der Walsroder Bäckerei Stadtländer. Sie fanden ebenso großen Absatz wie die Milchprodukte aus Gaby Logemanns Melkhus. Erstmals beim Klosterfest präsentierte Hobbymalerin Elke Coorßen aus Großenkneten ihre Landschaftsbilder. Das Regionales Umweltzentrum (RUZ) Hollen zeigte den Weg vom Korn bis zur Waffel. Auch Gartenkräuter waren gefragt. Und wer es lieber sportlich mochte, war am Stand von Ganter Bogensport gut aufgehoben. Holger Oetjen (46) und Marcel Horstmann-Knust (15) erläuterten die speziellen Konstruktionsprinzipien. Auf traditionelles Handwerk setzte dagegen Volker Wessel, der Bögen aus Manau-Rattan baute. An einem Grabstein arbeitete Steinmetz Herbert Dietrich. Und wer mit Schulter- und Nackenübungen Entspannung suchte, war bei Yogalehrerin Juliet Rasche aus Neerstedt gut aufgehoben. Sie war ebenfalls erstmals dabei.


Logemann zufrieden

Das sonnige Wetter und das große Publikumsecho waren letztlich auch für „Mönch“ Gerd Logemann ein Grund zur Freude: „So hatte ich mir das erträumt.“

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent
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