Schortens - Im Rekordtempo von nicht einmal 30 Minuten hat der Schortenser Rat die Beschlüsse zur neuen Entgeltordnung von Stadtbücherei und Bürgerhaus gefasst, hat die Straßen im Neubaugebiet Accum-Goethestraße (Lessingstraße und Uhlandstraße) und am Freibad-Süd (Anna-Siemsen-Straße und Helene-Lange-Straße) benannt.
Mit großer Mehrheit hat der Rat zudem eine überplanmäßige Ausgabe von 49 000 Euro für die Sanierung des Sanitärbereichs der Halle des Tennisclubs Schortens bereitgestellt.
Miete für Sanierung
Wie berichtet, wird die schon etwas ältere Tennishalle am Rand des Neubaugebiets Brauerwiesen ab Dezember vom Fitnessstudio Actic Fitness mitgenutzt. Für eine Übergangszeit von etwa zwei Jahren zieht das Studio vom zurzeit geschlossenen Freizeitbad Aqua Toll unter das Dach der Tennisspieler. Dafür erhält die Stadt die vertraglich vereinbarte Miete.
Voraussetzung für den befristeten Umzug ist allerdings, dass der Sanitärbereich der Tennishalle saniert und das Dach repariert wird. Die Gesamtkosten belaufen sich nach Angaben von Fachbereichsleiterin Elke Idel auf 49 000 Euro. Etwa 75 Prozent der Gesamtkosten würden durch die zu erwartende Miete gedeckt.
Für Diskussionen hat erneut der Bau des Kunstrasenplatzes im Klosterpark gesorgt. Für Kritik sorgte dabei vor allem der aufwendige Pflege- und Unterhaltungsaufwand (die NWZ berichtete), der vor Planung und Beschlussfassung zum Bau des 540 000 Euro teuren Platzes nicht oder aber nur unzureichend in den Fachausschüssen zur Sprache kam. Auslöser war die außerplanmäßige Anschaffung eines mehr als 7000 Euro teuren speziellen Reinigungsgeräts für den Platz.
Ob nun Naturrasen oder Kunstrasen wirtschaftlicher in Schuss gehalten werden können und ob der Heidmühler FC als Nutzer der Anlage oder aber die Stadt als Eigentümerin der Fläche für die Pflege und somit für die Kosten zuständig sind, darüber gingen die Meinungen im Rat weit auseinander. Bürgermeiste Gerhard Böhling ist „überzeugt, dass Kunstrasen günstiger ist“.
Die CDU will das nun genau wissen und hat einen Antrag an die Stadtverwaltung formuliert, die die Unterhaltungskosten für Natur- und Kunstrasen und vor allem die Haltbarkeit beider Varianten gegenüberstellen soll.
Fröber fehlt
Als neues Ratsmitglied bleibt Hugo Fröber weiterhin ein Phantom im Stadtrat. Er rückte im Sommer für die verstorbene Anja Kindo (Linke) nach und ist bis heute nicht offiziell verpflichtet und auch noch nicht in Erscheinung getreten. Ein Bürger hakte nach und wollte wissen, ob in diesem Fall auch Sitzungsgelder gezahlt werden. „Nein“, versicherte Böhling“, „die bekommt nur, wer sein Mandat auch wahrnimmt“.
