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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Ministerpräsident Stephan Weil: Er will eine künstliche Insel mitten in der Nordsee

23.06.2017

Cuxhaven Fantastische Vision oder bald Realität? In der Debatte um die Energie der Zukunft schlägt Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) eine „künstliche Insel in der Nordsee“ vor. Die Idee aus den Niederlanden sieht ein aufgeschüttetes Eiland vor mitten in der Nordsee – auf der sogenannten Doggerbank im Dreieck zwischen Großbritannien, Dänemark und Deutschland/Niederlande – als Zentrale für alle Windenergiefelder in der gesamten Region.

Interview mit Stephan Weil: „Wind ist der neue Rohstoff des Nordens“

„Die Landesregierung unterstützt diese Idee sehr!“, sagte Weil im Interview mit der NWZ. Das ist ein „hochambitioniertes Projekt, dessen Realisierung noch viele Jahre dauern wird“, räumt der Ministerpräsident ein. „Aber Niedersachsen wird dabei sein, ebenso die EU“, zeigt sich Weil von der Realisierung fest überzeugt.

Zwischen EU-Kommission und Niedersachsen gab es tatsächlich kürzlich erste Gespräche. „Es ist ein wirtschaftlich sehr spannendes Vorhaben, den gesamten Nordseeraum mit Energieleitungen zu verbinden – mit einer Insel als Drehscheibe, die je nach Bedarf Strom liefert“, erläutert Weil.

Die künstliche Insel soll nach den Zukunftsplänen nicht nur Anlaufpunkt und Verteilstation für Stromkabel aus allen Windparks in der Nordsee sein, sondern auch Lagerstätte für Material und Station für Personal inklusive eigenem Flughafen. Die Wassertiefe auf der Doggerbank in der Größenordnung von Mecklenburg-Vorpommern beträgt teilweise nur 15 Meter. Auch weitere Windräder könnten dort stehen. Dass die Kunst-Insel Niedersachsen zugeschlagen wird, damit rechnet der Ministerpräsident jedoch nicht. „Nein, ich fürchte, dass die Insel nicht mehr im deutschen Hoheitsgebiet liegen wird“, sagt Weil schmunzelnd, der bei seinem Besuch der Uni Oldenburg am Donnerstag der Energieforschung einen Riesenlob zollte. Er sprach von einem Zentrum für ganz Niedersachsen „mit immenser Bedeutung für die Zukunft“.

Ausdrücklich lobte Weil auch die EWE-Pläne für ein riesiges Batterie-Projekt in einer Kaverne. Der Speicherfrage gehöre die Zukunft.

Gunars Reichenbachs Chefkorrespondent / Redaktion Hannover
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