Elsfleth - Zum BWK-Küstentag hatte der Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau (BWK) des Landesverbandes Niedersachsen/ Bremen auf den maritimen Campus nach Elsfleth geladen.
Der Küstentag findet jährlich in den deutschen Küstenländern statt. „Elsfleth liegt zwar nicht direkt an der Küste, aber das Drumherum passt, gerade als Standort der Jade-Hochschule“, erklärte Ulrich Ostermann, Vorsitzender des BWK-Landesverbandes Niedersachsen/Bremen. Durch die Nähe zur Weser sei der Küstenschutz auch in der Wesermarsch ein wichtiges Thema. Dabei sollten vor allem Impulse für die Berufsverbände im BWK, für die gemeinsame Arbeit und für die Arbeit jedes Einzelnen gegeben werden, sagte Ostermann.
Am Vormittag standen für die rund 120 Gäste Vorträge auf dem Programm, nachmittags ging es auf Exkursion. Den Auftakt machte Ministerialdirigent Kay Nitsche, Abteilungsleiter Naturschutz, Wasserwirtschaft, Bodenschutz beim Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz. Er startete mit einer Novellierung des Wassergesetzes. Ein Referentenentwurf befinde sich in der Abstimmung, um eine Verbesserung der Entwicklung und Reinhaltung der Gewässer zu leisten, sagte er. „Wir wollen daher über das Wasserrecht den Eintrag von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln weiter begrenzen“, sagte Nitsche.
Die bestehenden Regelungen zur Lagerung von Mist und Silage in Feldmieten sollen ergänzt werden. „Sie sollen der Wasserbehörde künftig angezeigt werden, damit diese effektiv überwachen kann, ob die bestehenden Vorgaben eingehalten werden. Außerdem soll klargestellt werden, dass eine Lagerung auf dem Acker die Ausnahme ist und bleiben muss“, sagte Nitsche weiter.
Zum Abschluss umriss er den „Generalplan Wesermarsch“ und die sogenannte „kleine Lösung“, die bereits im Februar der Öffentlichkeit in Rodenkirchen (die NWZ berichtete) vorgestellt wurde.
Weitere Referenten waren Wilhelm Koldehofe, Referatsleiter beim Senator für Bau, Umwelt und Verkehr in Bremen, Petra Henken und Volker Knuth, beide NLWKN. Über den Schutz der Außendeichsiedlung in Lemwerder informierte Kai Wienken (NLWKN).
