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Kunst „Die Königin“ residiert im Sinnesgarten

DöTLINGEN -

Der Sinnes- und Erlebnisgarten

im Garten hinter dem Lopshof wird offiziell am Freitag, 11. Mai, vormittags mit geladenen Gästen eingeweiht. Vor rund fünf Jahren entstand die Idee im Lopshof-Verein. Inzwischen sind rund 100 000 Euro in die Anlage geflossen. Laubgang, Wasserlauf, Stämme zum Balancieren, Hängematte, Summstein, Kräutergarten und vieles mehr gehören zu der grünen Oase, die barrierefrei ist.

Die ersten Reaktionen

auf den neuen Garten sind sehr positiv. „Die Leute sind begeistert“, erzählte Elke Tholen von ihren Erfahrungen. Ihr Mann, Prof. Günter Berger, über seinen ersten Eindruck: „Ich kam aus dem Staunen nicht heraus, was für ein schöner Garten entstanden ist.“ So fielen ihm der Muschelmulch und die Trockenmauer als besondere Details auf. Marita Tzschoppe kündigte an, dass die Ausstattung noch vergrößert werden solle. So ist der Aufbau eines Sonnensegels geplant, ebenso die Ausschilderung der Stationen. Der Garten ist öffentlich zugänglich für jedermann. Bei Kindern komme er auch gut als Spielgelände an, hieß es.

Die stolze Frau, mit einer goldenen Krone auf dem Kopf und einem Blumenstrauß in der Hand, hat Elke Tholen schon im Jahr 2011 geschaffen. Sechs Wochen hatte die Dötlingerin seinerzeit in ihrem Atelier daran gearbeitet, das Trocknen und Brennen kam noch hinzu. Damals sputete sie sich, denn die rund 70 Zentimeter große Skulptur sollte ein Geschenk zur Eröffnung des neuen Sinnes- und Erlebnisgartens beim Dötlinger Lopshof sein. Der Start verzögerte sich aber auf den Mai 2012, und das war in diesem Fall eine glückliche Fügung. In der neuen Gartenkultur-Broschüre ist nämlich ein Bild mit Tholen und der Skulptur zu sehen. Danach sei sie immer auf die „Königin“ angesprochen worden, erzählte die Künstlerin am Donnerstagmorgen im Lopshof. Damit war der zunächst angedachte Titel verworfen und der endgültige Name gefunden: „Die Königin“.

Die Freude im Dötlinger Lopshof über die gestiftete Figur ist groß. „Wir hätten gerne einen goldenen Teppich ausgerollt, um die Künstlerin gebührend zu empfangen“, strahlte Marita Tzschoppe, Assistentin der Geschäftsleitung des Lopshofes. „Eine große Freude. Die Skulptur ist ein richtiger Lichtblick“, ergänzte Silva Strahlberger vom örtlichen Lopshof-Verein, der das Areal komplett neu anlegen ließ.

Die Idee, eine Arbeit für den neuen Garten beizusteuern, kam Tholen bei einem Besuch auf dem Gelände, als sie mit Planerin Sabina Dalg-Vinken sprach. „Ich war fasziniert“, so Tholen von dem Konzept. Früher war sie selbst in der Arbeit mit behinderten und nichtbehinderten Menschen der Lebenshilfe Delmenhorst engagiert gewesen, noch heute habe sie ein Mündel am Albertushof in Ippener, erläuterte sie ihre Verbundenheit zur Arbeit des Lopshofes.

Die Keramikerin sprach sich mit Dalg-Vinken ab, wie ihr Beitrag zum Garten aussehen könnte, denn: „Diese Einrichtung hat es verdient, etwas gestiftet zu bekommen, was inhaltlich und geistig-philosophischen Wert hat“. Das Bild der Frau steht auch hier im Mittelpunkt bei Tholen. Ihre Aussage: Jede Frau ist eine Königin ihres Lebens. Tholen geht es darum, auf den Selbstwert aller Frauen hinzuweisen und für Begriffe wie Wertschätzung, Würde, Achtung, Ressourcen, Körper, Intellekt und Einmaligkeit zu sensibilisieren.

Die Skulptur erhalte ihren festen Platz in der „Naschecke“, verbunden mit Kräutergarten, berichtete Tzschoppe.

Ulrich Suttka
Ulrich Suttka Kanalmanagement
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