Neuenhuntorfermoor - Einfach das Maul öffnen und schon fliegen leckere Vögel hinein – das ist sicher der Traum vieler Katzen. Sonja Grube kreierte allerdings lustig bunte Samtpfoten, von denen auch die gefiederten Beutetiere ihren Nutzen haben. Mit Stichsäge und Farbe hatte die Handwerkerin nicht nur Frühlings- und Osterdekorationen hergestellt, sondern auch erstmals Nistkästen der besonderen Art. Sie war eine der elf Ausstellerinnen, die sich am Sonntag im Café 21 zum „Frühlingserwachen“ eingefunden hatten.

Auf ein Angebot von Pflanzen mussten die Besucher aufgrund der eisigen Temperaturen verzichten. „Das hätte kein Mensch ausgehalten“, erklärte Organisatorin Slavica Rikel-Sielmann, die mit ihren Angestellten dafür sorgte, dass kein Gast an den Tischen rund um den kleinen Basar darben musste. Bei selbst gemachten Torten konnten diese entspannt dem Treiben in der Mitte des Saales folgen.

Marga Brachtendorf gehörte zu den bastelfreudigen Anbieterinnen. Sie hatte viele Verpackungsideen vor sich aufgebaut. Frieren müssen bei ihr auch die Frühstückseier nicht, die in geschickt gefalteten Servierten stehen, mit den pastellfarbenen Flauschmützen. „Man muss sich halt immer etwas Neues einfallen lassen“, schmunzelte die Delmenhorsterin, die schon oft hier zu Gast war.

Heike Salver dagegen hatte ihren Tisch erstmalig aufgebaut. Zu ihrem Angebot zählte eine riesige Auswahl von kunstvoll fotografierten Postkarten ihres Mannes Thimon, die auf zahlreichen gemeinsamen Reisen rund um die Welt entstanden sind. Auch einige kleinere Gemälde des Hobbykünstlers aus Dreisielen waren zu sehen.

Bei Veronika Meyer ging es nicht weniger kreativ zu. „Mit dieser Lampe fing alles an“, sagte die Handarbeitskünstlerin auf eine bunte Stehlampe deutend. Die hatte sie vor einigen Jahren im Sperrmüll entdeckt und nach Feststellung der Funktionstüchtigkeit mit Stoff, Farbe und ganz viel Fantasie zu neuem Leben erweckt. Ganz besonders freut sie sich über die vor kurzem eröffnete „Mach!bar“ in Berne, wo sich Gleichgesinnte donnerstags treffen, um beim „Recyceln“ neue Ideen zu entwickeln und handwerkliche Techniken auszutauschen.


Seife, Filzarbeiten, Plastiktöpfe eines namhaften Herstellers oder fair gehandelter Schmuck und Tücher, die Christel Krapp-Heckers für den Lemwerderaner „Eine-Welt-Laden“ anbot, rundeten das Sortiment ab.