Friesoythe - An diesem Wochenende werden die Uhren wieder eine Stunde vorgestellt. Die Nacht von Sonnabend auf Sonntag ist somit eine Stunde kürzer. Doch ist die Sommerzeit, die 1980 eingeführt wurde, mit dem Ziel, Energie zu sparen, überhaupt noch zeitgemäß? Wie managen Bürger ihren Alltag mit einer Stunde weniger und was sind die schlimmsten Zeitdiebe in Freizeit und Beruf? Die NWZ fragte nach.
„Ich finde die Zeitumstellung gut“, sagt Ursula Lang aus Neuvrees. „Man kann abends länger draußen sitzen, da es länger hell ist.“
Dem kann Udo Arends aus Friesoythe nur zustimmen. „Ich komme durch die Zeitumstellung auch in meinem Rhythmus nicht durcheinander. Als Pensionär habe ich genügend Zeit“, sagt der 63-Jährige und lacht. „Das Einzige, was mir gelegentlich die Zeit raubt, ist ein zu langsames Internet.
„Die Zeitumstellung macht wenig Sinn“, findet hingegen Agneta Pastoor aus Harkebrügge. „Es bleibt auch ohne Sommerzeit länger hell“, sagt sie. Probleme bereitet ihr die Zeitumstellung allerdings nicht. „Ich kann auch so gut schlafen“, erklärt die 26-Jährige, die demnächst Zwillinge erwartet. „Kinder sind schon kleine Zeitdiebe“, so die 26-Jährige. „Es macht mich wahnsinnig, wenn mein Mann und mein fünfjähriges Kind so lange trödeln und ich an der Tür stehe und warte.“
Kein großer Fan der Sommerzeit ist auch Astrid Stuckenberg aus Bösel. „Im Winter ist es ja schön, eine Stunde mehr zu haben, auf die Zeitumstellung im März könnte ich jedoch gut verzichten“, meint die 44-Jährige. „Je älter man wird, umso mehr merkt man einfach, dass die biologische Uhr nicht mehr so in die Gänge kommt.“
Die Briefträgerin kennt viele Zeitdiebe, sowohl im Beruf als auch in der Freizeit. „Ein ganz großer Zeitdieb ist meiner Meinung nach WhatsApp. Ich persönlich habe es nicht, aber mein Mann. Immer, wenn wir abends auf der Couch sitzen, klingelt sein Handy. Das nervt ganz schön“, findet die Böselerin. Auch Computer allgemein seien ein großer Zeitdieb, findet Astrid Stuckenberg.
